Sie befinden sich aktuell in den SOLID UNION Blog-Archiven für den folgenden Tag 22.8.2007.
22.8.2007 von solid-union.
Mehr Tote durch Medikamente als durch Verkehrsunfälle?
Bonn - Kaum ein Tag vergeht, an dem es keine Horrormeldungen über die Nebenwirkungen von Medikamenten gibt. Tausende von Toten gehen auf das Konto von unerwünschten Begleiterscheinungen. Mal ist von 16.000, mal von knapp 60.000 im Jahr die Rede. Sterben mehr Menschen durch Medikamente als durch Verkehrsunfälle? Keiner weiß es so genau. Doch es ist davon auszugehen. Auch die offiziellen Stellen können nur Vermutungen anstellen. Sie sind allzu oft auf die Informationen der Pharmaindustrie angewiesen. Und die nimmt es diesbezüglich mit der Wahrheit nicht so genau.
Die Zahl der durch Nebenwirkungen Geschädigten jedenfalls soll in die Hunderttausende gehen, so viel ist sicher. Das aktuellste Beispiel: Immer mehr schwierige Kinder werden mit Medikamenten lenkbar gemacht. Sie sollen nicht mehr so zappelig sein, bessere Noten aus der Schule heimbringen, Eltern und Lehrer weniger nerven. Unglaublich, aber wahr: Bereits Zweijährigen werden solche Psychopillen verschrieben. Auch Erwachsene greifen immer öfter zu den Ruhigstellern. Die Nachfrage danach ist in Deutschland in den vergangenen 10 Jahren um das 270-Fache gestiegen.
Die am häufigsten verschriebenen Substanzen aber können Depressionen auslösen und zu wahrscheinlich irreparablen Hirnschäden führen. Zu diesen Erkenntnissen kamen jetzt Neurowissenschaftler aus New York. Denn die Medikamente greifen tief in den komplizierten Hirnstoffwechsel ein.
Lebt man also besser ohne Medikamente?
Nicht immer, aber immer öfter, rät Sylvia Schneider, Chefredakteurin des E-Mail-Newsletters “Naturmedizin aktuell”. “Natürlich sind viele Arzneien unverzichtbar, lebensrettend und wertvoll. Doch es geht auch ohne - viel öfter, als die meisten wahrscheinlich denken.”
Weglassen, was nicht notwendig ist - lautet das Gebot der Stunde. Und: Auf kritische Selbstmedikation setzen sowie auf bewährte, alte und neue Naturheilmittel zurückgreifen. “Unterstützen Sie Ihre Selbstheilungskräfte, wo Sie nur können. Ich helfe Ihnen dabei”, verspricht Sylvia Schneider ihren Lesern. “Den unruhigen Kindern beispielsweise kann durch Homöopathie wirksam und ohne Nebenwirkungen geholfen werden.”
“Naturmedizin aktuell”: Alternative Heilmethoden aus aller Welt kostenlos per E-Mail
Seit Ende Juni berät Sylvia Schneider - die erfahrene Medizinjournalistin und Buchautorin - Abonnenten von “Naturmedizin aktuell” kostenlos per E-Mail. 4-mal in der Woche gibt sie unabhängige und verlässliche Informationen über alternative Heilmethoden aus aller Welt. Sie hilft bei der Suche nach Medikamenten, Mitteln und Methoden. Populäre Irrmeinungen in der Naturmedizin nimmt sie unter die Lupe. Außerdem sagt sie, welche naturheilkundlichen Mittel empfehlenswert sind und von welchen man besser die Finger lässt.
Der E-Mail-Newsletter “Naturmedizin aktuell” kann kostenlos im Fachverlag für Gesundheitswissen bezogen werden:
http://www.fid-gesundheitswissen.de/?code=GNL5040&lists=na
Zur Autorin
Sylvia Schneider ist Ernährungswissenschaftlerin, Medizinjournalistin und Buchautorin. Sie begann ihre journalistische Karriere mit einem Volontariat bei der Deutschen Presseagentur (dpa). Dort wurde sie später zur Redakteurin für den Bereich Medizin und Wissenschaft.
Sie ist Gründungsmitglied des Arbeitskreises “Frauengesundheit in Medizin, Psychologie und Gesellschaft”. Als Journalistin hat sie für viele Zeitungen und Frauen-Zeitschriften gearbeitet, u. a. für Süddeutsche, Manager Magazin, Hamburger Abendblatt, Bild am Sonntag, Elle, Brigitte, Cosmopolitan und Madame.
Darüber hinaus gilt sie als eine der erfolgreichsten Kinder- und Jugendsachbuchautorinnen. Die Auflage ihrer Bücher hat mittlerweile mehrere Hunderttausend überschritten. Sie wurden in viele andere Sprachen übersetzt - darunter Grönländisch, Koreanisch und Chinesisch.
Seit Mai 2001 ist Sylvia Schneider Chefredakteurin des FID-Ratgebers “Gesundheit für Frauen”. Die Chefredaktion vom E-Mail-Newsletter “Naturmedizin aktuell” übernahm sie im Juni 2007. Sabina Zukowska
Geschrieben in Medizin | Keine Kommentare »
22.8.2007 von solid-union.
Wien/London - Die Kreditkarte erfreut sich in Österreich offenbar keiner allzu großen Beliebtheit. Laut einer aktuellen Studie der britischen Lafferty Group http://www.lafferty.com besitzt nur knapp jeder dritte Österreicher (32 Prozent) eine Kreditkarte. Damit verfügt die Alpenrepublik über eine der geringsten Verbreitungsraten in Westeuropa und liegt nur geringfügig über dem Niveau der Wachstumsmärkte Osteuropas.
In der Slowakei etwa besaßen im vergangenen Jahr 28 Prozent der Einwohner eine Kreditkarte. In Russland sollen es Ende des laufenden Jahres immerhin 26 Prozent sein. In Zukunft droht Österreich in punkto Kreditkartenverbreitung sogar hinter die osteuropäischen Länder zurückzufallen. Während in Russland und der Slowakei Wachstumsraten von 80 bzw. 30 Prozent erwartet werden, rechnen die Experten von Lafferty in Österreich mit Zuwächsen von lediglich sieben Prozent.
Die Studie ortet allerdings auch positive Aspekte für die Kreditkartenanbieter. Nicht zuletzt angeheizt durch die Werbekampagnen des EURO-2008-Sponsors MasterCard sollen die via Kreditkarte geleisteten Ausgaben bis 2008 auf 8,3 Mrd. Euro steigen. Das bedeutet ein Plus von 14 Prozent gegenüber 2006. Allerdings nutzen die Österreicher die Kreditkarte vor allem für Bezahlvorgänge und weniger als Mittel zur Aufnahme eines Kredits. Um an Geld zu gelangen, greift der Österreicher eher auf private Bankkredite oder den Überziehungskredit zurück, so die Studienautoren. Hier seien die Zinsen deutlich niedriger.
“In dieser Umgebung ist es wenig überraschend, dass österreichische Banken sich beim Ausbau ihres Kreditkartengeschäfts eher nach Osten orientieren”, sagt Alison Smithie, Managerin von Laffertys World Cards Intelligence Database. Russland verbuche bei der Kreditaufnahme via Kreditkarte Zuwächse von mehr als 100 Prozent. Dennoch erwarten sich Anbieter auch in Österreich noch einiges Potenzial von der Kreditkarte. Europay Austria etwa will noch in diesem Herbst neben den bereits bestehenden MasterCard- und Maestro-Systemen auch Visa-Produkte für Privatkunden und Händler.
Auch Europay sieht allerdings die größten Zuwächse nicht im Kreditkartenbereich, sondern bei Maestro-Bankomatkarten. Hier habe sich die Zahl der Karten um 3,55 Prozent auf gut sieben Mio. Karten erhöht. Die Steigerungen seien auf den Trend zur Zweitkarte zurückzuführen. Den größten Aufschwung erlebte in Österreich aber der Quick-Service für kleine Geldbeträge. Im März ist laut Europay in diesem Bereich jede Sekunde eine Zahlung erfolgt. Trotzdem sieht das Unternehmen im Quick-Sektor noch Potenzial. “Die elektronische Geldbörse Quick wird in Österreich noch unterschätzt “, so Europay-Austria-Geschäftsführer Ewald Judt. (Redakteur: Jörn Brien)
Geschrieben in Banken | Keine Kommentare »
22.8.2007 von solid-union.
Frankfurt am Main - Viele deutsche Bankkunden, die davon überzeugt sind, ein vermeintlich “kostenloses Girokonto” bei der Bank ihres Vertrauens zu besitzen, haben häufig keinen genauen Überblick über die Höhe der tatsächlich berechneten Kontoführungsgebühren. Zu diesem Schluss kommen Finanzexperten der Commerzbank http://www.commerzbank.de in ihrer heute, Dienstag, in Zusammenarbeit mit dem Marktforscher TNS Infratest http://www.tns-infratest.com präsentierten Studie. “Das vermeintlich ,kostenlose Girokonto’ wird von vielen Finanzdienstleistern zwar so beworben, dennoch fallen oftmals versteckte Kosten an”, erklärt der Commerzbank-Sprecher Stefan Roberg auf Nachfrage.
Im Detail gaben zwar zwei Drittel der Befragten an, sich in ihren Finanzangelegenheiten gut oder sehr gut auszukennen, dennoch haben nur rund 44 Prozent der analysierten Bankkunden ihre Bankgebühren auch tatsächlich im Blick. Obwohl nur 23 Prozent der Befragten - und hierbei vor allem junge Männer und Frauen im Alter zwischen 18 und 29 Jahren (42 Prozent) - ein kostenloses Girokonto besitzen, fallen bei rund 22 Prozent der Kunden nach eigenen Angaben versteckte Gebühren an. Diese treten immer dann zutage, wenn Überweisungen, Daueraufträge oder Lastschriften getätigt werden und häufig nicht im Gesamtpaket aller gängigen Girokonto-Leistungen beinhaltet sind.
“Aus diesem Grund sollten Interessenten, die beabsichtigen, sich ein kostenloses Girokonto zuzulegen, gezielt nach dem Angebotsspektrum der beinhalteten Leistungen nachfragen. Häufig sind solche Konten an bestimmte Nutzungsbedingungen wie beispielsweise regelmäßig eintreffende, monatliche Zahlungseingänge gebunden”, so Roberg. Aussagekräftig ist außerdem, dass 26 Prozent der Befragten keine Aussagen über die Höhe der zu zahlenden Bankgebühren machen konnten. Vor allem Hausfrauen (41 Prozent) und die 30- bis 49-Jährigen (32 Prozent) gaben an, nicht über ihre Kontoführungsgebühren Bescheid zu wissen. Verstärkt Ein-Personen-Haushalte (26 Prozent) und über 60-jährige Kunden (25 Prozent) befassen sich laut eigenen Angaben generell “nie” mit den Finanzen.
Vor diesem Hintergrund dürften Banken an der Unwissenheit und der Sorglosigkeit ihrer bereits bestehenden und potenziellen Girokonten-Kunden massiv verdienen, da sich nur vier Prozent der Befragten an überflüssigen Kontoführungsgebühren stören. Hierbei sind die Bankgebühren vor allem für Selbstständige und Freiberufler (zehn Prozent) ein Dorn im Auge. Trotz redlicher Angebote, die den Namen “kostenloses Girokonto” auch tatsächlich verdienen, gibt mehr als ein Drittel der Befragten mindestens 60 Euro im Jahr für solche Dienstleistungen aus, 20 Prozent zahlen sogar ab 120 Euro aufwärts. (Redakteur: Florian Fügemann)
Geschrieben in Banken | Keine Kommentare »