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30.4.2008 von solid-union.
Die Folgen des Singlelebens sind fatal
Lindau - Amerikanische Studien haben den Beweis erbracht, den einsame Menschen eigentlich nicht benötigen. Einsamkeit macht krank. Durch Einsamkeit sind wir stärkerem Druck ausgesetzt, da wir unsere Probleme, Sorgen und Ängst nicht mit anderen teilen können. Es entsteht Stress. Doch trotz oder gerade wegen der explosionsartigen Vermehrung unserer Spezies sind immer mehr Menschen alleine. Sie finden aber nicht nur keinen Partner sondern haben verlernt auf andere Menschen zu zugehen und Kontakte zu knüpfen. Es ist ein Teufelskreis.
Viele versuchen nun diesen Teufelskreis zu durchbrechen und nutzen eine der zahlreichen Partnerbörsen im Web. Das Versagen setzt sich aber dort fort, was wiederum auf die eigene Kontaktschwäche zurückzuführen ist. Wenn die Probleme einmal so groß sind, muss man sich Hilfe suchen. Wenn man merkt, dass es alleine einfach nicht mehr klappt, sollte man keines Falls die Flinte ins Korn werfen. Der alte aber weise Spruch “Jeder Topf hat auch einen Deckel”, trifft heute genau so zu wie immer schon.
Professionelle Hilfe gibt es. Seit vielen Jahren übernehmen Partner Vermittlungen die Aufgabe Menschen zusammen zu führen. Wir sind nicht zum allein sein geschaffen. Wir benötigen soziale Kontakte, Wärme und Liebe. Und obwohl viele einsame Menschen nicht mehr an einen Partner glauben, gibt es diesen. Der Erfolg einer echten Partnervermittlung basiert auf den vier Säulen, Vertrauen, Diskretion Erfahrung und Seriosität. Dazu kommt eine sorgfältige Analyse der Klientenwünsche und die sensible Vorbereitung der Begegnungen. In ausführlichen persönlichen Vorgesprächen versuchen die Beraterinnen, die bewussten und auch unbewussten Vorstellungen zu ergründen, um sie möglichst vollständig erfüllen zu können. Durch die Begleitung in ein erstes entspanntes Treffen ohne Zwänge, ist die Erfolgsquote mit professioneller Beratung ungleich höher als bei Fließbandvermittlung, wo nur die Summe der zur Verfügung stehenden Kontakte im Vordergrund steht. Durch gezielte Beratung und das persönliche Gespräch bekommen die Beraterinnen ein exaktes Bild beider Seiten und führen bedingt durch eine Fülle von Erfahrungen in diesem Bereich, nur Menschen zusammen, bei denen die Chemie stimmt. Das Internet wird auch hier in den kommenden Jahren eine bedeutende Rolle spielen, die Dating- und Flirt-Portale boomen.
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29.4.2008 von solid-union.
Soziales Umfeld ausschlaggebend für Klassifizierung
Arlington/Lüneburg - Onlinesucht ist eine “gewöhnliche zwanghaft-impulsive Funktionsstörung”, die in das offizielle psychiatrische Handbuch der Geistesstörungen aufgenommen werden sollte. Zu diesem Schluss kommt der US-Psychologe Jerald Block in seinem Leitartikel in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins American Journal of Psychiatry http://ajp.psychiatryonline.org. Wie bei jeder anderen Suchterkrankung auch würden bei der Onlinesucht bestimmte Symptome über eine tatsächliche Erkrankung Aufschluss geben. So seien neben der exzessiven Nutzung des Internets auch Merkmale wie Entzugserscheinungen, der ständige Wunsch nach mehr und soziale Isolation eindeutige Belege für das Vorhandensein einer Onlinesucht. “Abhängige können jegliches Zeitgefühl verlieren und sich ihrem inneren Antrieb verweigern, der sie zu grundlegenden Tätigkeiten wie essen oder schlafen drängt”, stellt Block fest. In Anbetracht der steigenden Zahl der Betroffenen fordert der Wissenschaftler eine Aufnahme der Krankheit Onlinesucht in das Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, das offizielle psychiatrische Handbuch der geistigen Erkrankungen, dessen Neuauflage 2012 erscheinen soll.
“Die Wissenschaft definiert einen Onlinesüchtigen als jemanden, der 35 Stunden pro Woche oder mehr im Internet verbringt”, erklärt Gabriele Farke, Onlinesucht-Beraterin und Initiatorin des Selbsthilfe-Portals Onlinesucht.de http://onlinesucht.de, im Interview. In der Praxis sehe dies allerdings anders aus. “Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass das soziale Umfeld in diesem Zusammenhang ausschlaggebend ist”, meint Farke. In der Regel könne man dann von einer Onlinesucht sprechen, wenn der Betroffene beispielsweise seine sozialen Kontakte vernachlässige und in weiterer Folge auch verliere. “Dies ist dann der Fall, wenn derjenige das Internet nicht in sein Leben integriert, sondern sein Leben dem Internetkonsum anpasst”, erläutert Farke. Laut der Onlinesucht-Expertin seien zur Zeit an die zwei Mio. Menschen in Deutschland von diesem Problem betroffen, Tendenz steigend.
“Die anfängliche Skepsis in Bezug auf dieses Phänomen ist mittlerweile überwunden und das Problem wird durchaus ernst genommen”, stellt Farke fest. Seit nunmehr zwölf Jahren beschäftigt sie sich schon mit der Thematik. “Damals wurde ich noch belächelt, wenn ich auf diese Problematik aufmerksam machen wollte”, schildert Farke. Bis zum heutigen Tag hätte sich zwar einiges diesbezüglich verbessert, ein ausreichend ausgeprägtes Bewusstsein für Onlinesucht würde aber auch heute noch innerhalb der Bevölkerung großteils fehlen. Vor allem eine offizielle Anerkennung des Krankheitsbildes Onlinesucht sei ein längst überfälliges wichtiges Zeichen für die Öffentlichkeit. “Wegen der fehlenden offiziellen Anerkennung werden derartige Probleme von Angehörigen oft einfach unter den Teppich gekehrt”, kritisiert Farke.
Drei verschiedene Bereiche sind laut der Onlinesucht-Expertin zu unterschieden: Online-Spielsucht, Online-Chatsucht und Online-Sexsucht. “In Deutschland ist eindeutig die Online-Sexsucht am stärksten ausgeprägt”, erklärt Farke. Diese vor allem bei jungen Männern im Alter zwischen 19 und 25 Jahren auftretende Variante sei in der Öffentlichkeit aber noch weitestgehend ein Tabu-Thema. “An zweiter Stelle liegt derzeit die Online-Spielsucht, die auch vorwiegend die männliche Bevölkerung betrifft. Erst der dritte Bereich, die Online-Chatsucht, ist eine vorrangige Frauendomäne”, so Farke abschließend. (Ende)
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28.4.2008 von solid-union.
Biometrischer Fingerabdruck wird zum Kunstwerk
Kronberg/T. - Die biometrische Datenerfassung des Fingerabdruckes ist durch die Aufnahme in den Pass zu einem Symbol unserer Zeit geworden. Bei http://www.yamando.de gibt es ab sofort den originalen Fingerabdruck als Kunstwerk. “Mein Fingerabdruck ist kein Geheimnis, den kann jeder haben”, so Dr. Wolfgang Schäuble. “Ich habe nichts zu befürchten.”
Der Fingerabdruck wurde vom CCC Chaos Computer Club auf einem Glas gesichert. Yamando nimmt den Bundesminister beim Wort und hat aus seinem Fingerabdruck ein Kunstwerk geschaffen.
Es ist in verschiedenen Farbvarianten erhältlich und eignet sich als Hingucker im Büro genauso wie als Blickfang im heimischen Wohnzimmer oder auch einfach nur als origineller Partygag. Mit dem hochwertigen Leinwanddruck in der Größe 70 x 70 cm ist es sofort Gesprächsthema.
Yamando ist Anbieter außergewöhnlicher und erlebnisreicher Geschenke. “Wir bieten unseren Kunden immer neue und aktuelle Geschenkideen. Jetzt haben wir eigens ein Angebot kreiert, mit dem sich Jedermann seinen ganz persönlichen Fingerabdruck als Kunstwerk nach Hause holen kann”, erläutert Christian Vorbeck. “Selbstverständlich respektieren wir dabei die Privatsphäre und das Datenschutzinteresse unserer Kunden.” Zum Start der Aktion überreicht yamando heute zwei Exemplare des Kunstwerks über sein Büro an den Bundesinnenminister. Eines ist für sein persönliches Büro gedacht, das andere soll nach Vorstellungen von Yamando mit der Original-Unterschrift von Dr. Schäuble versehen und dann für einen wohltätigen Zweck versteigert werden.
Der persönliche Fingerabdruck wird in verschiedenen Farbvarianten geliefert - ganz nach den Wünschen der Besteller und wie er am besten in das Umfeld passt. Das Werk ist bereits auf einem hochwertigen Keilrahmen aufgespannt und wird in kürzester Zeit geliefert. Preis € 99,- inkl. MwSt. zzgl. Verpackung und Versand. http://www.yamando.de
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25.4.2008 von solid-union.
Drei Tage nach Injektion in anderen Körperteilen nachweisbar
London/Pisa - Eine der giftigsten und gefährlichsten Substanzen, das Botox-Toxin, das in der Schönheitschirurgie häufig verwendet wird, könnte mehr unerwünschte gesundheitliche Folgen nach sich ziehen, als bisher vermutet. Forscher haben nämlich nachgewiesen, dass Botulinum Neurotoxin Type A, wie die Substanz wissenschaftlich heißt, nicht nur an jenen Körperstellen bleibt, in die es injiziert wird, sondern sich über das Gewebe ausbreiten kann, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist in seiner Online-Ausgabe.
Nur drei Tagen nach der Botox-Injektion bei Ratten im Gesicht und im Hirn konnte das Forscherteam um Matteo Caleo vom Istituto di Neuroscienze in Pisa http://www.in.pi.cnr.it feststellen, dass sich das Nervengift im Körper der Tiere verteilt hatte. Bisher waren Wissenschaftler davon ausgegangen, dass das Gift, das die Erregungsübertragung von den Nervenzellen zum Muskel hemmt und damit die Kontraktion des Muskels abschwächt oder sogar ganz ausfallen lässt, dort bleibt, wo es injiziert wurde. Für Caleo bedeutet diese Entdeckung nicht unbedingt negative Schlagzeilen.
“Die bisherigen Studien wurden mit Jod-125 durchgeführt, erklärt Caleo im pressetext-Interview. Da jedoch die injizierten Mengen des Toxins derart gering sind, können sie mit dieser Methode nicht nachgewiesen werden. “Wir haben versucht, die Substanz anders nachzuweisen”, meint der Wissenschaftler. Sie suchten nach Fragmenten des SNAP-25-Proteins, das vom Toxin zerstört wird. SNAP-25 spielt nämlich in der Übertragung von Nervenzellen zum Muskel eine entscheidende Rolle. “Tatsächlich wurden wir fündig”, erklärt der Forscher. Den Wissenschaftlern ist es gelungen, Proteinfragmente in Hirnzellen zu lokalisieren, wenn den Ratten das Botulinum Neurotoxin in die Schnurrhaarmuskeln gespritzt worden war.
Die Auswirkungen der Ergebnisse erfordern eine neue und noch genauere Untersuchung, meint Caleo. Wenn, wie in kosmetischen Einsätzen, die Substanz alle vier bis sechs Monate injiziert wird, könne es schon zu Problemen kommen. Caleo will sich allerdings auf Spekulationen nicht festlegen. “Das muss man sehr viel genauer untersuchen”, meint der Forscher. Was allerdings von größtem Interesse wäre, sei die Frage wie niedrig die Dosis ausfallen müsste, um nicht mehr nachweisbar zu werden.
In der kosmetischen Behandlung spielt das Nervengift bereits seit einigen Jahren eine große Rolle. Behandelt werden damit vor allem Falten. Besonders die so genannten “dynamischen Gesichtsfalten” - die durch die Aktivität der Gesichtsmuskeln entstehen - lassen sich durch Botulinumtoxin wirksam rückbilden. (Ende)
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24.4.2008 von solid-union.
Erste Zivilstudie über arabischen Raum veröffentlicht
Beirut - Erstmalig ist eine Studie über das Auftreten von psychischen Störungen und deren Zusammenhang mit traumatischen Erlebnissen im Krieg für die arabische Region angefertigt worden. Ein Forscherteam der World Mental Health (WMH) Survey Initiative befragte dazu knapp 2.857 Libanesen zu Vorkommen und Häufigkeit psychischer Erkrankungen und dem Erleben kriegsbezogener traumatischer Situationen. Die Untersuchung ergab, dass diejenigen, die unmittelbar vom Krieg betroffen waren, einem vielfach erhöhten Risiko ausgesetzt waren, an Angststörungen, Phobien oder Störungen des Gemütszustandes zu erkranken. Bei Störungen der Impulskontrolle sei das Risiko sogar 13 mal höher, als bei den Befragten, die keine Kriegssituationen erlebt hatten. Rund 70 Prozent der Befragten gaben an, dass sie solchen Situationen ausgesetzt waren, also im unmittelbaren Kriegsgebiet gelebt hätten, Flüchtlinge waren oder Zeuge von Tod und Mord wurden.
Wie im arabischen Raum ist aber auch in der westlichen Welt die Datenlage bezüglich der Folgen und Auswirkungen von Krieg auf die menschliche Psyche unzureichend. “Dabei sind Kriegstraumata ein gesellschaftliches Problem, das auch in der Zukunft Gewicht haben wird”, so Insa Fooken vom Fachbereich Psychologie der Universität Siegen gegenüber uns. Fooken ist Sprecherin der Forschungsgruppe “Weltkrieg2Kindheiten” http://www.weltkrieg2kinder.de/, die sich mit den Erfahrungen der “Kriegskinder” des 2. Weltkrieges auseinandersetzt.
“Kriegstraumata sind eine ernstzunehmende Erkrankung, da sie unverarbeitete schmerzliche Erinnerungen darstellen und so den Betroffenen noch nach Jahren quälen können”, erklärt Fooken. Die psychischen Folgen solcher Traumata äußern sich häufig in Depressionen, akuten Angstzuständen, sozialem Rückzug oder somatischen Störungen. Oftmals werden diese durch bestimmte Reize ausgelöst - es reichen dabei schon einzelne Wörter, Gerüche oder Geräusche, die der Betroffene mit dem traumatischen Erlebnis verbindet.
Zwar hat die Traumaforschung bereits Ende des 19. Jahrhundert ihren Anfang genommen und wurde durch die soldatische Traumaforschung in den 1970er und 1980er vorangetrieben. Die Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung, insbesondere auf Kinder, und die Entwicklung therapeutischer Maßnahmen steht dem jedoch bis heute nach. Lange Zeit wurden zudem Traumata nicht als Ursache für psychologische Störungen gesehen. Erst seit Beginn der 1990er Jahre werden in Deutschland die seelischen Spätfolgen des Krieges behandelt. Viele der Betroffenen allerdings wissen schlicht nicht, an wen sie sich wenden können und fühlen sich mit ihrem Leiden noch immer allein gelassen. Es bestätigt sich wieder einmal mehr: Krieg ist nicht gesund!
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23.4.2008 von solid-union.
Aufdringliche Beratung unerwünscht - Anonymität bevorzugt
Hamburg - Der Kundenfrust im Einzelhandel nimmt massiv zu und bewirkt eine Verschiebung zugunsten der Online-Shops. Wie der deutsche Softwareanbieter novomind http://www.novomind.de in Kooperation mit wiwo.de und handelsblatt.com in seiner heute, Donnerstag, vorgesellten Untersuchung berichtet, ärgern sich 36 Prozent aller Online-Shopper über das traditionelle Filialgeschäft und kaufen ihre Waren und Dienstleistungen stattdessen lieber im Internet ein. Wesentliche Gründe für diesen Trend sehen Experten darin, dass sich die Kunden in Einkaufszentren und Ladenmeilen vielfach hilflos dem Verhandlungsgeschick der Händler ausgesetzt fühlen. Zudem fühlen sich fast 30 Prozent der Kunden beim “realen” Einkauf gestresst und entgehen dem Druck der Innenstädte lieber mit virtuellen Online-Shops. “Der Servicegedanke im deutschen Einzelhandel ist noch nicht weit entwickelt: Volle Kassen, oftmals unfreundliche Verkäufer und ein unübersichtliches Sortiment ohne weitere Produktinfos können den Einkauf zu einer Tortur machen”, heißt es von novomind gegenüber uns.
Insider machen für diese Entwicklung aber auch den Wunsch eines Großteils der Konsumenten verantwortlich, anonym und ohne Einflussnahme durch das Filialpersonal im Netz stöbern und bestellen zu können. Vor diesem Hintergrund ordern zwei von drei Kunden ihre Produkte lieber online von der heimischen Couch. Die Untersuchung namens “Käufertypologien im Internet - Umsatzstimulation durch erfüllte Kaufmotive” kommt jedoch auch zu dem Fazit, dass in der größten Gruppe der Kundentypen im Internet vor allem das sogenannte Revanche-Motiv besonders stark ausgeprägt ist. Knapp 30 Prozent der untersuchten Online-Shopper lassen sich hingegen als “beherrschte E-Commerce-Laien” bezeichnen, da ihr Kaufverhalten vorrangig durch das Bedürfnis nach Autonomie, Sicherheit und Einfluss geleitet ist.
Eine stärkere Handlungsfreiheit und damit auch verbundene Verhandlungsposition als im Ladengeschäft verspüren 37 Prozent der Online-Shopper, wobei die pure Lust am Shopping im Internet eine untergeordnete Rolle einnimmt. Dem Typus des beherrschten E-Commerce-Laien reizt das Online-Risiko hingegen nur in Ausnahmefällen, wie zum Beispiel bei Internet-Auktionsportalen wie eBay. Da für ihn wie auch für viele andere laut Studie der Gang ins Internet die bessere Option ist, geraten sowohl der Einzelhandel als auch große Ketten verstärkt unter Handlungsdruck. Obwohl diese mit Services wie einer umfassenden Beratung und dem direkt anzufassenden Kontakt mit dem Produkt oder einer persönlichen Zustellung der Waren werben, gewinnt die Internetbranche merklich an Boden.
Fachleuten zufolge gestaltet sich diese Entwicklung für Großhandelsketten problematisch, da selbst diese häufig mit denen im Internet gehandelten Preisen für Neugeräte nicht mithalten können. “Die ,reale Branche’ wird Service und Preise optimieren müssen, um mit E-Shops Schritt halten zu können”, heißt es dazu von novomind im Gespräch. Auch sehen sich viele Filialgeschäft-Kunden zunehmend von der, wie auch im Web ungewollt aufdringlichen Form der Beratung belästigt. Um sich hingegen im virtuellen Produktsortiment schnell zurechtzufinden, legt laut novomind jeder zweite Internetuser jedoch besonderen Wert auf eine klare Struktur der Online-Shops. Somit legen die vom Einzelhandel verschreckten Kunden einen größeren Stellenwert auf Benutzerfreundlichkeit und technisch ausgereifte Servicefunktionen, als auf offensive Vertriebsangebote der Händler.
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22.4.2008 von solid-union.
Finanzkrise und hoher Öl- sowie Benzinpreis drücken auf Kauflaune
Stuttgart/München - Die Flaute am US-amerikanischen Automobilmarkt setzt sich fort. Wegen der schwachen Konjunktur und dem Dollar-Tief geht vor allem der Absatz bei den Edelkarossen zurück. Obwohl die deutschen Branchengiganten Volkswagen, Audi und BMW auf dem US-Markt im März mehr Fahrzeuge als im Vorjahresmonat verkaufen konnten, mussten Mercedes Benz und Porsche teils massive Einbußen hinnehmen. Wie ARD.de heute, Mittwoch, berichtet, ist auch der japanische Automobilkonzern Toyota von der mäßigen Wirtschaftslage betroffen. “Die deutschen Exporteure belastet vor allem der Dollar-Kurs und der hohe Ölpreis. Zudem drücken die allgemeinen Unsicherheiten aufgrund der Finanzkrise auf die Kauflaune, sodass die Furcht vor einer möglichen Rezession zunimmt”, erläutert Andreas Gensch, Analyst bei der HypoVereinbank.
Trotz des schwierigen Marktumfelds steigerte Volkswagen den Absatz seiner Kernmarke VW um satte 12,9 Prozent auf rund 19.600 Fahrzeuge. Der renommierten VW-Tochter Audi war es dank des im Vergleich zum Vorjahr um zwei Arbeitstage kürzeren Monats auf bereinigter Basis möglich, 7,2 Prozent mehr Autos (7.987 Stück) zu verkaufen. Wenngleich nicht in dem Ausmaß konnte auch die bayerische BMW mit insgesamt 27.404 abgesetzten Fahrzeugen einen bescheidenen Zuwachs um 1,8 Prozent erwirtschaften. Unbereinigt wurden hingegen 5,4 Prozent weniger Autos abgesetzt. Die schwache US-Konjunktur macht sich vor allem für Mercedes Benz deutlich. Der Absatz der Stuttgarter sank um 3,7 Prozent auf 20.808 Autos.
Obwohl Mercedes Benz von der C-Klasse etwa 60 Prozent mehr Fahrzeuge verkaufen konnte, brachen die Absatzzahlen der E-Klasse um rund ein Viertel und die der großen S-Klasse sogar um ein Drittel ein. Aber auch Porsche reiht sich derzeit in die Liga der Automobilhersteller ein, die Rückgänge auf dem US-Markt verzeichnen müssen. So lieferte der Sportwagenbauer in den USA und Kanada nur noch 2.624 Fahrzeuge an die Kunden aus. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dieser Rückgang mit 24 Prozent fast einem Viertel. Absatzbezogen zulegen konnte nur der Geländewagen Cayenne, heißt es seitens des Unternehmens. Von der Flaute betroffen ist hingegen auch der amerikanische Hersteller General Motors (GM).
Aktuellen Zahlen nach brachte GM im US-Heimatmarkt 13 Prozent weniger Autos an die Kunden. Die eigene Produktionsprognose von 1,08 Mio. Fahrzeugen für das zweite Quartal behielt der Konzern jedoch bei. Von der Flaute betroffen zeigt sich auch Chrysler, sodass das Unternehmen kürzlich bekannt gab, mit speziellen Internet-Angeboten Kunden anlocken zu wollen. Ford muss für März einen Einbruch um satte 14 Prozent auf rund 227.000 Autos einstecken. Für Toyota sank der US-Absatz ähnlich stark wie bei den Mitkonkurrenten um 3,4 Prozent auf 217.730 Autos. Die Marke Toyota verbuchte einen Rückgang um 2,9 Prozent, während die Luxussparte Lexus einen Einbruch von 6,9 Prozent hinnehmen musste. Der Konzern rechnet damit, die Prognose von 16 Mio. verkauften Fahrzeugen auf 15,5 Mio. zu korrigieren. (Ende)
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21.4.2008 von solid-union.
Soziale Ausgaben sorgen für großes Glücksgefühl
Washington - Einer neuen Studie zufolge macht Geld glücklich - und zwar umso glücklicher, je mehr man davon wieder hergibt. Zu diesem Schluss kommt ein Forscherteam der University of British Columbia http://www.ubc.ca in Vancouver im Wissenschaftsmagazin Science. Mehr als 600 US-Amerikaner wurden dazu befragt. Sie gaben an, rund zehn Prozent des monatlichen Einkommens für “prosoziale Zwecke” auszugeben. Gemeint sind damit kleine Geschenke für andere oder Spenden für Ärmere.
„Wir haben schon verstanden, dass Glücklichsein und Geld miteinander zu tun haben”, meint Robert Biswas-Diener, Psychologe am Center for Applied Positive Psychology in Coventry http://www.cappeu.org. Biswas-Diener hatte nicht an der Untersuchung mitgearbeitet, allerdings in früheren Untersuchungen festgestellt, dass je mehr Geld Menschen zur Verfügung haben, umso glücklicher werden sie. “Der nächste Schritt ist dann die Frage, wie viel Glück man mit Geld kaufen kann und vor allem auch wie”, meint der Psychologe. Genau das wollte die Psychologin Elizabeth Dunn mit ihren zwei Kollegen herausfinden. Dazu wurden die Probanden nach ihrem Einkommen befragt und darüber, wie sie ihr Geld ausgaben und wie glücklich sie waren. Das Ergebnis war, dass ein Dollar für andere ebenso glücklich machte, wie ein Dollar Mehrverdienst.
In einem weiteren Schritt verglichen die Forscher dann die Zufriedenheit von 16 Angestellten vor und nach einer Gehaltserhöhung. Auch hier waren jene, die mehr Geld ihres zusätzlichen Gehalts für andere ausgeben, deutlich glücklicher. Die Psychologen stellten sich daraufhin die Frage, ob das Einladen der Freunde tatsächlich glücklicher mache oder ob glückliche Menschen mehr Geld für ihre Freunde ausgaben. Dazu wurde 46 College-Studenten ein Kuvert mit einem Fünf- oder einem 20-Dollar-Schein ausgehändigt. Die Forscher sagten ihnen, das Geld entweder für eigene Zwecke oder mit Freunden auszugeben. Am Ende des Tages wurden die Studenten erneut befragt. Das Ergebnis war auch hier wieder deutlich: Je mehr die Probanden für andere hergaben, desto glücklicher waren sie. Der Betrag spielte dabei keine Rolle.
“Wir sprechen jetzt nicht von Bill Gates und Millionen-Dollar-Spenden, sondern von kleinen Geldbeträgen”, erklärt Dunn. Die Untersuchung findet auch Biswas-Diener sehr interessant. Natürlich könne man jetzt keinen Rückschluss daraus ziehen, wie viel Geld jemand hergeben muss, um den Glücklichkeitsfaktor zu optimieren. “Es wäre interessant festzustellen, ob das auch für reiche Menschen gilt”, meint der Psychologe. Eine Studie des Center on Philantrophy an der Indiana University http://www.iupui.edu vom vergangenen Dezember habe deutlich gemacht, dass ärmere Menschen einen größeren Prozentsatz ihres jährlichen Einkommens für soziale Zwecke ausgeben als reiche. Wie glücklich sie deshalb sind, war allerdings nicht Gegenstand der Untersuchung. Weltweit gesehen, gehören die US-Amerikaner zu den spendenfreundlichsten Menschen überhaupt - werden sie allerdings nach ihrer Zufriedenheit befragt, rangieren sie deutlich hinter Ländern wie Niederlande oder Großbritannien. (Ende)
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17.4.2008 von solid-union.
Zentralrat der Juden bereitet Klage gegen Google vor
Berlin/Hamburg - Der Zentralrat der Juden in Deutschland http://www.zentralratdjuden.de will den US-amerikanischen Suchmaschinengiganten Google http://www.google.com verklagen. Der Internetkonzern mache sich mit seiner Tochter, der Videoplattform YouTube, zu einem “Mittäter an Rassenhass und Diskriminierung”, sagte Zentralrats-Generalsekretär Stephan Kramer gestern, Donnerstag, in Hamburg. Die rechtsextremistische Szene nutze das Videoportal intensiv für ihre Zwecke, so die Kritik. Um entsprechend bedenkliche Inhalte ein für allemal aus dem Angebot der Seite entfernen zu lassen, habe der Zentralrat an einem Hamburger Gericht eine einstweilige Verfügung gegen den US-Konzern beantragt.
„Die rechte Szene nutzt YouTube massiv als Plattform”, stellte Kramer fest. Als Beleg verwies er auf ein auf dem Portal zu findendes Video, auf dem ein Bild des verstorbenen Zentralrats-Präsidenten Paul Spiegel verbrannt wird. Bei dem Film, der monatelang auf YouTube zum Abruf bereit gestanden sei, seien im Hintergrund deutlich Hakenkreuze zu sehen gewesen. Laut Kramer sei leider nicht erkennbar, dass die Betreiber der Seite wirksam gegen derartige Inhalte vorgingen. Der Zentralrats-Generalsekretär forderte diese deshalb dazu auf, mehr Kontrollpersonal einzustellen, um das Internet gezielt nach extremistischen und gefährdenden Inhalten zu durchforsten. Als positives Beispiel nannte er in diesem Zusammenhang die vorbildliche Zusammenarbeit mit dem Online-Auktionshaus eBay.
Google-Nordeuropa-Sprecher Kay Oberbeck weist die Vorwürfe allerdings zurück. “Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst”, betonte er im Rahmen einer Veranstaltung der Kampagne “Laut gegen Nazis” in Hamburg. Google arbeite seit mehr als drei Jahren mit der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia zusammen, um jugendgefährdendes Material fernzuhalten. “Wir wollen derartige Inhalte nicht auf unserer Plattform”, macht auch Stefan Keuchel, Sprecher von Google Deutschland, auf Anfrage der int. Presse klar. Diese würden den Nutzungsbedingungen von YouTube widersprechen und seien deshalb als Missbrauch der Plattform zu verstehen. “Wir haben eine technische Möglichkeit geschaffen, die verhindert, dass einmal von der Plattform verbannte Videos nicht mehr hochgeladen werden können”, schildert Keuchel.
“Neben technischen Lösungen setzen wir aber auch sehr stark auf den Community-Aspekt”, ergänzt Keuchel. Videobeiträge mit brisanten Inhalten könnten zu jeder Zeit von den Nutzern gemeldet werden. “Diese Beschwerden werden von geschulten Kollegen in Empfang genommen. Erweisen sich die Vorwürfe als gerechtfertigt, wird der entsprechende Beitrag aus dem YouTube-Angebot gelöscht”, erläutert Keuchel. In der Regel würden Google-Mitarbeiter neu eingestellte Beiträge zudem im Rahmen eines so genannten Pre-Screening-Verfahrens auf ihre Inhalte überprüfen. “Das Problem liegt aber in der großen Masse an Videos auf dem Portal. Bei zehn Stunden neu hinzukommendem Videomaterial pro Minute ist es nicht möglich, alles auf seine Rechtmäßigkeit zu kontrollieren”, so Keuchel abschließend. (Ende)
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15.4.2008 von solid-union.
Auch Zinssenkung kann Banken nicht beruhigen
Zürich - Obwohl die US-amerikanische Notenbank am Dienstag den Leitzinssatz von 3,0 auf 2,25 Prozent gesenkt hat, reißen die Panikattacken an den internationalen Finanzplätzen nicht ab. Auch wenn die Anleger den Handel daraufhin kurzfristig aufatmen ließen, brach der Dow Jones am Mittwoch erneut um 2,36 Prozent ein. Das positive Signal der amerikanischen Investmentbanken Goldman Sachs und Lehman Brothers, die in ihren Zahlen entgegen den Erwartungen trotz Gewinn-Halbierung mit zwei blauen Augen davongekommen sind, scheint angesichts der jüngsten Meldungen von Großbanken bereits wieder verpufft. So kündigt die Credit Suisse im ersten Quartal Verluste an, die Investmentsparte der UBS ist Thema von Übernahmegerüchten und die Halifax Bank of Scotland muss wegen angeblicher Liquiditätsengpässe Kursverluste von bis zu 20 Prozent wegstecken.
„Marktgerüchte werden von unserer Seite prinzipiell nicht kommentiert”, heißt es von UBS-Sprecherin Sabine Woessner im Gespräch. Der Hauptbestandteil der UBS, die Investmentsparte, soll Medienberichten zufolge aufgrund des Krisendebakels von der Schweizer Konkurrentin Credit Suisse übernommen werden, was für Analysten unvorstellbar erscheint. Bei einem Kurs unter 30 Franken sei die UBS ein eindeutiges Übernahmeziel, heißt es in einem Handelsblatt-Bericht. Eine Akquisition des Investmentsektors käme einer Existenzbedrohung des Hauses gleich. Die Credit Suisse selbst hat heute, Donnerstag, eine düstere Prognose für das laufende Quartal gegeben und die Zahlen für das Geschäftsjahr 2007 nach unten korrigiert.
Angesichts der schwierigen Marktlage im März geht die Schweizer Großbank nicht davon aus, das Quartal mit einem Gewinn abzuschließen, sondern rechnet mit Verlusten. Wertminderungen in Höhe von 2,86 Mrd. Franken (rund 1,82 Mrd. Euro) seien dafür ausschlaggebend. Dennoch liegt die Credit Suisse mit einer Marktkapitalisierung von 57,9 Mrd. Franken erstmals über der Bewertung der UBS mit 50,1 Mrd. Franken.
Weitere Übernahmegerüchte am Bankensektor liefert die Halifax Bank of Scotland (HBOS). Angebliche Liquiditätsengpässe verursachten erneut Panik bei den Anlegern, worauf der HBOS-Kurs um bis zu 20 Prozent nachließ und andere Finanztitel nach unten zog. Nun soll das Institut von der Lloyd’s Bank übernommen werden.
Auslöser der Spannungen in der “Woche der Wahrheit” war die Not-Übernahme der US-Investmentbank Bear Stearns durch JPMorgan Chase. Die von der Finanzkrise bisher unbeeindruckte Deutsche Bank will Medienberichten zufolge seither auch bei den Bewegungen am Bankenmarkt mitmischen. Dementsprechend sei am Wochenende eine Angebotslegung des deutschen Instituts an das US-amerikanische Traditionshaus erfolgt. (Ende)
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14.4.2008 von solid-union.
Sechs von zehn Kindern tyrannisieren andere Schüler
York/Wien - Schüler, die andere Kinder schikanieren, haben oft auch Probleme in den Beziehungen zu ihren Eltern und Freunden. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der York Universität und der Queens Universität nach einer Studie an 871 Schülern. Bei der Intervention auch diese Beziehungskonflikte mit einzubeziehen, könnte helfen, Probleme zu lösen, so die Forscher. “Auffälliges Verhalten kann eine Reihe von Ursachen haben. Das Problem kann beim Einzelnen oder im System liegen”, bestätigt Franz Sedlak, Psychotherapeut und Leiter der Schulpsychologie Österreich http://www.schulpsychologie.at im Gespräch. “Es ist problematisch, einen Einzelnen als Problemträger zu etikettieren. Anstatt ihn ausschließlich als Einzelgänger oder Sonderling hinzustellen, sollte man sich fragen, was die Gemeinschaft oder die Schule zu dem Problem beiträgt.”
Die 466 Mädchen und 405 Buben wurden im Rahmen der Studie im Alter von zehn bis 18 Jahren jährlich befragt. Jede zehnte der Testpersonen bekannte sich dabei dazu, während der gesamten Zeitspanne beständig an Schikanen beteiligt gewesen zu sein. Fast 60 Prozent berichteten zumindest zu gewissen Zeiten andere schikaniert zu haben. Kinder, die andere quälen, fehle ein moralischer Kompass, so die Forscher. “Intervention muss sich auf das tyrannisierende Kind konzentrieren, mit einem Fokus auf seine aggressive Verhaltensprobleme, sein soziales Geschick und Konfliktlösungsfähigkeiten. Die Konzentration auf das Kind alleine ist jedoch nicht genug”, so Forscherin Debra Pepler.
“Man muss aufpassen, dass man die Ursache und das Auftreten eines Problems nicht gleichsetzt”, so Sedlak. “Kinder können Probleme in ihrem Umfeld haben, die dann in der Schule sichtbar werden.” Dabei spiele auch die Familie ein wichtige Rolle. “Jede Form von Gemeinschaft bietet Chancen, aber auch Risiken”, erklärt der Psychotherapeut. “Ein Risikofaktor ist Einsamkeit und wenn ein Schüler isoliert ist, kann das daran liegen, dass die Familie keine ausreichende Beziehungsqualität liefert.”
Bei der Intervention versuche man möglichst viele Akteure einzubinden, erklärt Sedlak. “Jeder Funktionsträger hat eine Wirkung, sei es der Klassensprecher, der Klassenvorstand oder ein Lehrer mit besonderer Zusatzqualifikation. Wir versuchen diese vorhandenen Ressourcen zu nutzen um eine nachhaltige Lösung zu finden. Wenn diese Helfer nicht ausreichen, werden Spezialisten, in erster Reihe der Schulpsychologe, mit dem Konflikt betraut.” (Ende)
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11.4.2008 von solid-union.
Geruchssinn wird durch emotionalen Stress geschärft
Chicago - Der Geruchssinn des Menschen wird geschärft, wenn er Gefahr ausgesetzt ist beziehungsweise starke Emotionen durchlebt. Diesen Schluss ziehen Wissenschaftler der Northwestern University http://www.northwestern.edu nach einer Studie an zwölf jungen Erwachsenen. Es zeigte sich, dass Emotion für die Sinneswahrnehmung des Menschen eine wichtige Rolle spielt. Der Mechanismus sei wahrscheinlich eine Überlebensstrategie, die der Mensch entwickelt hat, um schnell und unterbewusst gefährliche Gerüche aus dem Meer an Eindrücken, die ihn umgeben, herauszufiltern, so Forschungsleiter Wen Li zu der in Science veröffentlichten Studie.
Im Rahmen der Untersuchungen sollten zwölf Personen aus drei nahezu identischen Chemikalien anhand des Geruchs die unpassende Substanz auswählen. Tatsächlich seien die Gerüche allerdings kaum zu unterscheiden gewesen, so die Forscher. Die chemischen Verbindungen stimmen in allem überein und sind lediglich in ihrem Aufbau spiegelbildlich verdreht. Im Normalzustand zeigte sich das erwartete Ergebnis. Nach dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit wählten die Testpersonen zu einem Drittel richtig. In einem zweiten Durchgang wurden die Probanden beim Riechen der unpassenden Substanz mit leichten Elektroschocks konditioniert. Anschließend verbesserte sich die Erfolgsrate schlagartig auf 70 Prozent.
Die Ergebnisse der Studie seien kein Zufall gewesen, so die Forscher. Auch die Messungen des Magnetresonanztomographen hätten Unterschiede in der Gehirnaktivität gezeigt. Die während der Elektroschocks wahrgenommen Geruchsinformationen wurden speziell abgespeichert und konnten so leichter von anderen Reizen unterschieden werden. Angststörungen würden möglicherweise durch eine Fehlfunktion dieses Systems ausgelöst, vermuten die Forscher. Sollte jemand gefährliche Signale nicht von ungefährlichen unterscheiden können, würde das zu einer Überreaktion des emotionalen Kampf-oder-Flucht-Reflexes führen.
Bereits zuvor war bekannt, dass eine enge Verbindung zwischen Geruchssinn und Emotionen besteht. Spezielle Gerüche können alte Erinnerungen oder Gefühle wecken und der Geruch von Benzin oder Diesel womöglich einen Schock bei einem Soldaten mit Posttraumatischem Stresssyndrom verursachen. Die neue Studie lässt nun vermuten, dass diese starken Erinnerungen dadurch ausgelöst werden, dass der Geruch bereits beim ersten Kontakt intensiver wahrgenommen wird. (Ende)
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8.4.2008 von solid-union.
Experte kritisiert fehlendes soziales Verantwortungsbewusstsein
Frankfurt am Main/Münster - Das fehlende soziale Verantwortungsbewusstsein von Top-Managern reiht sich nahtlos in die Diskussion um hohe Manager-Gehälter, Steuerflucht und Korruption ein. So hat eine Umfrage des Marktforschers Pulse ergeben, dass Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann nur die Schulnote “ausreichend” erhält und Corporate Governance überwiegend negativ bewertet wird. Aber auch andere Dax-Bosse wie Jürgen Hambrecht (BASF), Daimler-Chef Dieter Zetsche oder Martin Winterkorn (VW) schneiden mit “befriedigend” eher schlecht ab. Trotz der Absicht, künftig rund 8.100 Jobs zu streichen, erreichte BMW-Chef Norbert Reithofer mit der Note 2,97 noch den Bestwert. Angesichts des Skandals um den ehemaligen Post-Chef Klaus Zumwinkel scheint das Manager-Image zusehends von Raffgier, Kumpanei und Selbstbedienungsmentalität geprägt zu sein, monieren Kritiker.
“Wenn man sich Ackermann ansieht, der rund 14 Mio. Euro im Jahr verdient und damit das 300-fache eines durchschnittlichen Tariflohns erhält, dann hängt die negative Wahrnehmung von hoch bezahlten Managern auch damit zusammen, dass diese keine Verantwortung mehr übernehmen. Dies ist in erster Linie eine moralische Frage”, sagt Matthias Grundmann, geschäftsführender Direktor am Institut für Soziologie der Universität Münster http://egora.uni-muenster.de/ifs, im Gespräch mit uns. Laut dem Experten gleiche das derzeitige Verhalten der Manager einem “Abzocker-Gehabe, das häufig sowohl jeglicher sozialer Verantwortung gegenüber den Beschäftigten als auch dem Erhalt der Unternehmen widerspricht”.
Hierbei fehle es vor allem an Maßstäben, die gutes Geld für gute Arbeit definieren, meint Grundmann weiter. Diese Einschätzung geht einher mit der Kritik Angela Merkels um den Wert der gesellschaftlichen Vorbildfunktion, die im Zumwinkel-Steuerhinterziehungsskandal fehle. So habe das Fehlverhalten Einzelner durch das Vorbeischleusen von Geldern am Fiskus kombiniert mit extrem hohen Gehältern die Skepsis gegenüber der sozialen Marktwirtschaft weiter geschürt, so die deutsche Bundeskanzlerin. Die Diskussion um zu hohe Vergütungen halten Unternehmer und Personalberater unterdessen für ungerechtfertigt und warnen vor einer populistischen Neidkampagne. “Manager sind ein knappes Gut”, meint Stefan Fischhuber von der Personalberatung Heidrick & Struggles. Dabei dürfe man nicht den globalen Wettbewerb aus den Augen verlieren, unterstreicht der Experte weiter.
Dieser Einwand scheint nicht völlig unbegründet zu sein, da die Bundesrepublik im Vergleich mit Frankreich oder Großbritannien zwar gleich auf liegt, Top-Manager in den USA jedoch deutlich mehr bekommen. Grundmann hingegen bezweifelt, dass sich das Shareholder-Value-Denken in Zeiten des Neoliberalismus mit dem Anspruch sozialer Verantwortung verbinden lässt. “Viele Manager agieren mittlerweile mit einer Kaltschnäuzigkeit, die nur mehr hämisch bei vielen Angestellten ankommt”, so Grundmann. Aktuelle Studien attestieren Deutschland in punkto Umsetzung der Corporate Governance schlechte Noten. So ginge der 2002 von der Cromme-Kommission und Spitzenvertretern der Wirtschaft verabschiedete Kodex nicht weit genug. Da der Kodex zur Kontrolle börsennotierter Unternehmen bislang nur freiwillig ist, sehen Kritiker eine individuelle Zuweisung von Manager-Gehältern in die Ferne gerückt. (Ende)
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7.4.2008 von solid-union.
“Mit sensiblen Daten wird sehr freizügig umgegangen”
Wien - Die Interaktion in sozialen Netzwerk-Communitys erfolgt datenbasiert. Nutzer, die ihr Profil reichhaltig mit persönlichen Informationen füllen, Bilder veröffentlichen und ausgiebig virtuell kommunizieren, werden zum sozialen Erfolg im Netz. Vielen ist aber nicht bewusst, dass ihre Daten nicht nur ihren virtuellen Freunden zugänglich sind. So können beispielsweise über offene Programmierschnittstellen User-Daten extrahiert und neu kombiniert werden. Solche so genannten Mashups haben einerseits den Erfolg von Web 2.0 mitbegründet, stellen aber andererseits in punkto Datenschutz ein Gefahrenpotenzial dar. Darüber, ob ein derartiges Vorgehen mit sensiblen Nutzerdaten auch rechtlich und ethisch vertretbar ist und wie der Mensch mit den aktuellen technischen Szenarien im Alltag umgehen soll, diskutierten gestern, Mittwoch, eine Reihe von Experten auf der Veranstaltung “Gläserner Mensch dank Social Media?” im Rahmen des österreichischen “net culture lab”-Projekts http://lab.netculture.at.
“Wir haben es hier mit einem Grunddilemma zu tun”, stellte Jana Herwig, Medienwissenschaftlerin mit Schwerpunkt user generated content, einleitend fest. “Einerseits befinden wir uns in einer aktuellen Situation, in der sich die Menschen zunehmend Sorgen um ihre Privatsphäre machen. Andererseits stellen wir aber auch fest, dass die Bereitschaft der Nutzer, persönliche Informationen im Internet preis zu geben, weiter steigt”, erläuterte Herwig. Besonders akut sei diese Problematik im Bereich der Social Communitys. “Hier kommen soziale Funktionen zum Einsatz, die durchaus Sinn machen. Gleichzeitig werden dadurch allerdings sensible Stammdaten berührt, die es ermöglichen, einen Menschen eindeutig zu identifizieren”, meinte Herwig und verweist auf ein konkretes Beispiel einer geführten Kommunikation auf dem Netzwerkportal Facebook. “Es gibt Internetdienste, bei denen die User dazu aufgefordert werden, ihre persönlichen Interessen in 144 Zeichen zusammengefasst darzustellen. Derartige Informationen sind natürlich für die Marktforschung sehr interessant”, so Herwig.
“Wir finden alle öffentlich im Internet zugänglichen Daten zu einem bestimmten Namen”, erklärte Bernhard Lehner, Sprecher der Personensuch-Plattform 123people.com http://www.123people.com. Dass ein derartiger Suchdienst bei den Nutzern gefragt sei, belege die enorme Nachfrage seit dem Start des Portals. “Es scheint ein großes Bedürfnis der User zu sein, Personendaten im Internet zu finden. Die Zielgruppe ist hier extrem breit”, sagte Lehner. Vor allem zur Recherche des persönlichen Hintergrunds eines Menschen werde der Suchdienst oft in Anspruch genommen. “Wir beobachten allerdings auch einen gewissen narzistischen Zugang zu diesem Thema. So suchen rund 50 Prozent der Nutzer nach Informationen zu sich selbst im Netz”, schilderte Lehner. Im Vergleich dazu seien die Suchanfragen zu prominenten Persönlichkeiten überraschend gering.
“Personenbezogene Daten unterliegen laut dem österreichischen Datenschutzgesetz einem besonderen Schutz”, betonte Jaro Sterbik-Lamina, Research Assistant am Institut für Technikfolgen-Abschätzung http://www.oeaw.ac.at/ita . Entscheidend sei allerdings, dass individuelle Selbstbestimmungsrecht des Nutzers. “Jeder kann im Grunde selbst darüber bestimmen, welche Informationen er öffentlich preisgeben will. Die Praxis zeigt, dass mit sensiblen Daten sehr freizügig umgegangen wird”, meinte Sterbik-Lamina. Hat ein User sich erst einmal für diesen Schritt entschieden, könne er auch nicht mehr nach Datenschutz verlangen. “Das Datenschutzgesetz kann hier mit der Praxis nicht mithalten. Es werden dringend Denkanstöße für neue Ansätze benötigt. Auch eine internationale Regelung zu dieser Problematik wäre wünschenswert”, so Sterbik-Lamina abschließend. (Ende)
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2.4.2008 von solid-union.
Bildungsschwachen Menschen fehlt oft Bewusstsein für gesunde Ernährung
Alberta/Wien - Die Einkommens- und Wohnsituation hat großen Einfluss darauf, ob ein Mensch übergewichtig ist oder nicht. Diesen Schluss ziehen kanadische Wissenschaftler der Universität von Alberta nach der Untersuchung hunderter Studien aus Nordamerika. “Es gibt zahlreiche Zusammenhänge zwischen sozialer Ungleichheit und Gesundheit und das bezieht sich natürlich auch auf Ernährung und Übergewicht,” bestätigt Christoph Hörhan vom Fonds Gesundes Österreich http://www.fgoe.org auf Anfrage von uns.
“Als wir die Daten auswerteten erkannten wir zum Beispiel, dass in Wohngegenden mit niedrigeren Einkommen eher kalorienreiches Essen wie Fast Food angeboten wird und Supermärkte oder andere Geschäfte, die gesundes Essen verkaufen, weniger oft vertreten sind”, so Forschungsleiterin Kim Raine. Das Einkommen wirke sich außerdem darauf aus, welche Nahrung Menschen sich leisten könnten. Untersuchungen zeigten jedoch, dass gesundes Essen nicht wirklich teurer sei, erklärt Höhrhan. “Das Problem ist, dass bildungs- und einkommensschwachen Menschen oft das Bewusstsein für gesunde Ernährung fehlt.”
Doch noch weitere Faktoren für Fettleibigkeit hängen mit dem Wohnort der Menschen zusammen. So zeigte sich, dass Nachbarschaften die sich für Spaziergänge eignen oder spezielle Freizeitanlagen bieten, ihren Bewohnern einen gesunden Lebenstil erleichtern. In einkommensschwachen Gegenden fänden sich diese Möglichkeiten seltener. “Es geht hier auch um psychosoziale Faktoren”, gibt Hörhan zu Bedenken. “Arbeitslose haben oft Probleme mit Stigmatisierung. Manche trauen sich während der üblichen Arbeitszeiten nicht einmal aus dem Haus, aus Angst davor, von den Menschen in ihrer Umgebung als faul oder arbeitsscheu abgestempelt zu werden. Manager hingegen nützen problemlos jedes Zeitfenster für ihren Lieblingssport oder einen Besuch im Fitnessstudio.”
Initiativen seien nötig, die Einkommen und Bildung von Menschen und Familien in urbaner Umgebung fördern, um dem Problem beizukommen, so die Forscher. Außerdem sei es wichtig, auch schlechter verdienenden Menschen Zugang zu gesunder Nahrung zu ermöglichen. “Es ist klar, dass es nicht reichen wird Information zu streuen, um den Menschen weiterzuhelfen”, meint auch Hörhan. Es gäbe kein Patentrezept, das in jedem Fall wirksam sei. “Wir versuchen die Menschen mit praxisorientierten Projekten in ihren Lebenswelten anzusprechen und gemeinsam mit ihnen Strategien zu erarbeiten, wie sie in ihrem Alltag mehr für ihre Gesundheit tun können.” (Ende)
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