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30.5.2008 von solid-union.
Vitouch: “Die Zielgruppe der Boulevard-Kunden wird zunehmend größer
Amstetten - Der Missbrauchsfall von Amstetten hat eine breite Diskussion über Ethik und Selbstkontrolle innerhalb der Medienbranche entfacht. Die Würde des Menschen und sein Privatleben müssten besser geschützt werden. Es könne nicht sein, dass Medienvertreter auf der Suche nach einer Sensationsgeschichte ihren Ethik-Kodex einfach über Board werfen, so die Vorwürfe. “Auf der Suche nach einer möglichen Sensation sind den Medien heute oft alle Mittel Recht. Ein selbstkritischer Zugang ist immer seltener vorhanden”, stellt Peter Vitouch, Medienpsychologe und Professor am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien http://www.univie.ac.at/Publizistik, im Gespräch mit uns fest. Die Medien hätten zwar den Auftrag “durchleuchtend” zu wirken, die Persönlichkeitsrechte der Opfer müssten aber zu jeder Zeit geschützt werden.
“Wir haben es hier mit einer professionellen Verfremdung des Journalismus zu tun”, erklärt Vitouch. Die beinharte Konkurrenz am Mediensektor habe in Verbindung mit einer generell zu beobachtenden Entwicklung zur Ellenbogengesellschaft die Selbstkritik der Medien zunehmend aufgeweicht. Natürlich spiele auch der finanzielle Aspekt in diesem Zusammenhang eine wesentliche Rolle. “Bei derartigen Geschichten geht es auch immer um eine Menge Geld. Dies führt dazu, dass die Gier der Medien, über die vermeintliche Sensation als Erster zu berichten, stärker wird”, meint Vitouch. Die österreichische Medienbranche dürfe sich auf eine derartige Vorgehensweise gar nicht erst einlassen. “Wir müssen sehr aufmerksam sein und aufpassen, dass wir nicht auf ähnliche Verhältnisse zusteuern, wie sie bereits in Großbritannien vorherrschen”, warnt Vitouch.
Gestützt werde diese Entwicklung zudem von einer steigenden Nachfrage am Boulevard-Sektor. “Die Zielgruppe der Boulevard-Kunden wird im Medienbereich zunehmend größer. Folglich gewinnt auch die thematische Bedienung dieser Gruppe für die Medien immer mehr an Bedeutung”, erläutert Vitouch. Die grundlegend wichtige Abwägung zwischen der Freiheit der Medien und dem Schutz der Privatsphäre werde da nur allzu oft in den Hintergrund gedrängt. Ein Journalist habe sich einmal in diesem Zusammenhang damit gerechtfertigt, dass es nichts Ethischeres gebe als über die Wahrheit zu berichten, schildert Vitouch. “In meinen Augen ist das eine vollkommen verfehlte Argumentation. Diese Art der Wahrheit hat in der Öffentlichkeit einfach nichts verloren”, betont der Medienpsychologe.
Im Zuge der aktuellen Diskussion werden die Rufe nach einem eigenen Kontrollorgan für derartige Angelegenheiten zunehmend stärker. “Die Zeit ist mehr als reif für die Gründung eines neuen Presserates zur Selbstkontrolle der Medien. Vielleicht gelingt unter dem Eindruck einer verantwortungslosen Ausschlachtung des Amstettner Schicksalsdramas durch einzelne Massenmedien nach jahrelangem, fruchtlosem Geplänkel der Durchbruch”, zitiert das Branchenportal medianet, den Sprecher der Initiative “Qualität im Journalismus”, Engelbert Washietl. “Die Installation eines Presserats wäre sicherlich wünschenswert”, meint auch Hannes Schopf vom Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) http://www.voez.at auf Anfrage von uns. Dieser stelle aber nur eine mögliche Form der Selbstkontrolle dar und weise zudem einen kleinen Schönheitsfehler auf. “Der Presserat kann solche Vorfälle nicht verhindern, da seine Kontrolle erst im Nachhinein wirksam wird”, erklärt Schopf. Darum sei es wichtig, dass die Selbstkontrolle bereits in den Redaktionen selbst verankert ist. “Dort müssen die Entscheidungen entsprechend dem Ehrenkodex der Presse und den medienrechtlichen Bestimmungen gefällt werden”, so Schopf.
Letztere werfen allerdings einige große Fragezeichen auf, wie das umstrittene Urteil zur Veröffentlichung von Paparazzi-Fotos von Natascha Kampusch zeigt. “Das Urteil ist meiner Meinung nach nicht einzusehen”, meint auch Vitouch. “Man muss schon sehen, dass eine derartige Entscheidung bis zu einem gewissen Grad auch von subjektiver Auslegung im jeweiligen Fall geprägt ist”, so Vitouch im inerview. (Ende)

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28.5.2008 von solid-union.
Experten fordern höheren Schutz für Journalisten
Berlin - Deutsche Medienexperten warnen anlässlich des Internationalen Tages der Pressefreiheit am 3. Mai vor einer zunehmenden Ausdünnung des Schutzes für Journalisten. Die Freiheit der Presse dürfe nicht untergraben werden und das Schutzniveau für Journalisten vor staatsanwaltschaftlichen oder nachrichtendienstlichen Überwachungsmaßnahmen sei zu verbessern, fordert der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) http://www.vdz.de. Eine Tendenz zu staatlichen Eingriffen wird auch im Rahmen des Deutschen Anwaltstages in Berlin kritisiert. Vor dem Hintergrund der Bespitzelung einer Spiegel-Redakteurin durch den Bundesnachrichtendienst (BND) ist die Warnung vor einer Auszehrung der Pressefreiheit gerechtfertigt. Darüber hinaus habe der BND auch einen Journalisten der Berliner Zeitung überwacht. “Nach Bekanntwerden der Überwachungsaffäre hätte der BND seine Aktivitäten umgehend einstellen müssen”, meint Anja Pasquay, Pressereferentin des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger http://www.bdzv.de, im Gespräch mit pressetext.
Bei der Überwachung von Journalisten durch den BND handle es sich um eine Frage, die von zwei Standpunkten aus zu bewerten sei. “Natürlich muss der Geheimdienst ’schnüffeln’, um die Demokratie schützen zu können”, so Pasquay. In vielen Ländern sei die Pressefreiheit zwar im Gesetz verankert, würde realpolitisch jedoch nicht durchgesetzt. “In einer Demokratie ist es für einen Geheimdienst viel schwieriger abzuwägen, wo er überwachen darf und wo nicht, als in weniger demokratischen Ländern. Vonseiten der Politik und der Journalisten muss die Pressefreiheit tagtäglich verteidigt werden”, fordert Pasquay im Gespräch.
Journalisten und Medien erfüllen im staatlichen System eine Kontrollfunktion und weisen auf Missstände in Politik und Gesellschaft hin. In einem “Klima der Überwachung und Einschüchterung” werde enthüllender Journalismus jedoch zunehmend schwieriger, heißt es in einem newsclick-Bericht. Der umfassende Schutz von Informanten durch Journalisten ist in Hinblick auf die BND-Aktivitäten in Gefahr. “Wir beobachten mit Sorge die Entwicklung bei den so genannten Sicherheitsgesetzen. Wenn die Sicherheit darin besteht, Berufsgeheimnisträger wie Journalisten, Ärzte und Rechtsanwälte leichter auszuspähen, dann nimmt der demokratische Rechtsstaat Schaden”, so VDZ-Geschäftsführer Wolfgang Fürstner.
Zwar sind die Verhältnisse hierzulande mit jenen in China oder Russland nicht vergleichbar, die Politik ist dennoch dazu angehalten, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen die Grundrechte respektiert werden. Als wichtigste Kontrollinstanz sehen die Experten das Bundesverfassungsgericht. Die Reform des Bundeskriminalamt-Gesetzes (BKA) weicht den Schutz der Pressefreiheit jedoch zunehmend auf. Dadurch seien Späh- und Lauschangriffe auf Anwälte, Pfarrer, Ärzte und Journalisten per Gesetz möglich. Das Abhören von Telefonaten, Videoüberwachung in Wohnungen dritter Personen und das heimliche Betreten von Wohnungen werden mitunter im BKA-Gesetz geregelt. Durchsuchungen von Redaktionsräumen und Datenspeicherung seien die Folge und würden die Vertraulichkeit journalistischer Recherche in Gefahr bringen. (Ende)
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27.5.2008 von solid-union.
“Turbulenzen nicht mit Weltwirtschaftskrise 1929 vergleichbar”
Kiel - Seit den ersten Anzeichen einer Schieflage der Finanzmärkte vor rund einem Jahr herrscht unter den Beteiligten hauptsächlich eines: Ratlosigkeit. Was ihren Ursprung in ungedeckten Krediten US-amerikanischer Immobilienfinanzierungen (Subprime-Hypotheken) nahm, hat sich zu einer globalen Finanzkrise ausgeweitet und droht auch die Realwirtschaften in eine weltweite Depression zu schicken. Experten sind sich über die konkreten Auswirkungen allerdings uneins. Während manche Wirtschaftsforscher die Konjunktur für stark genug halten, um die angespannte Lage zu durchtauchen, warnt unter anderem der IWF vor dem Horrorszenario einer neuen Weltwirtschaftskrise und der größten bevorstehenden Flaute seit der Depression in den 1930er Jahren.
„Die derzeit anhaltende Finanzkrise ist mit der Weltwirtschaftskrise 1929 nicht vergleichbar und nicht so stark ausgeprägt wie damals”, widerspricht Joachim Scheide, Leiter des Prognosezentrums beim Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel http://www.ifw-kiel.de. “Das Risiko, dass die Krise ähnliche Ausmaße wie in den 1930er Jahren annimmt, besteht nicht”, gibt der Experte Entwarnung. Damals habe sich die Weltwirtschaft in einer besonderen Situation befunden, weshalb der Vergleich zur derzeitigen Lage nicht standhalten würde, so der Wirtschaftsforscher im Gespräch.
Von vielen Seiten wird dennoch das Eingreifen des Staates bzw. der Politik gefordert, um die weiteren Folgen der Krise einzudämmen und neben Unternehmen hauptsächlich auch Arbeitnehmer und Verbraucher zu schützen. “Für diese Krise existiert keine Marktlösung”, zitiert die Wirtschaftswoche Nouriel Roubini, Wirtschaftsexperte an der New York University. Vor dem Hintergrund, dass in den USA allein im Februar rund 60.000 Arbeitsplätze abgebaut wurden, gewinnen die Rezessions-Prognosen für die US-Konjunktur an Bedeutung. “Die USA bewegen sich an der Grenze zum Abschwung. Schwerwiegendere Auswirkungen sind jedoch nicht zu befürchten”, meint Scheide gegenüber uns. In Deutschland bzw. dem Euro-Raum sei keine Rezession zu erwarten.
Die in dieser Woche bekannt gewordenen Bilanzzahlen von deutschen Finanzinstituten regen zur Besorgnis an und erhärten den Verdacht, dass die Finanzkrise der Realwirtschaft auch hierzulande zunehmend zusetzen wird. So schreibt etwa die Deutsche Bank zum ersten Mal seit fünf Jahren in ihrem Auftaktquartal Verluste “In Deutschland werden wir sicherlich eine restriktivere Kreditvergabe erleben. Die Credit Standards werden sich verschärfen. Dies wird sich natürlich auch auf die Realwirtschaft auswirken”, prognostiziert Scheide. Der Experte glaubt jedoch, dass eine restriktivere Vergabe von Darlehen die Wirtschaft nicht so massiv beeinträchtigen werde, als dass dies mit der Situation einer Weltwirtschaftskrise vergleichbar wäre.
“Die Weltwirtschaft und deren Wachstum werden sich nicht besonders, aber doch etwas abschwächen. In den USA wird der Abschwung im Vergleich deutlicher zu spüren sein. Die negativen Auswirkungen schlechter Wirtschaftsdaten aus den USA haben heute aber einen bedeutend geringeren Einfluss auf die restliche Welt als früher”, meint Christian Dreger, Konjunkturexperte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung http://www.diw.de, im Gespräch mit pressetext. Während der ehemalige Chef der US-Notenbank, Alan Greenspan, “von der schlimmsten Finanzkrise seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs” spricht, sieht sein Nachfolger, Ben Bernanke, die Lage nicht so dramatisch und verweist auf die Reaktionen der Zentralbanken, die Schlimmeres verhindert hätten. “Zu jener Zeit hätten Zentralbanken Zusammenbrüche von Geldinstituten, Preisverfall sowie das Schrumpfen der Geldmenge zugelassen”, so der Fed-Chef in einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen.
Weil sich die Banken jedoch untereinander kein Geld mehr leihen, da sie nicht wissen, wem die nächste Pleite droht, werden für die Unternehmen die Kredite knapp, heißt es in einem Bericht der Wirtschaftswoche. Die Finanzkrise habe sich längst zu einer tief greifenden Vertrauenskrise im globalen Finanzsektor entwickelt und drohe jetzt in einer Weltwirtschaftskrise zu münden. “Ein wesentlicher Faktor ist, dass die Krise nicht nur den Bereich Subprime betrifft. In der Investmentsparte der Banken ist das Misstrauen untereinander stark gestiegen”, bestätigt Johannes Mattner, Analyst der Raiffeisen Zentralbank http://www.rzb.at, im Interview das fehlende Vertrauen am Finanzmarkt. (Ende)
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26.5.2008 von solid-union.
Menschen reagieren automatisch auf unterschwellige Reize
Tilburg - Bestimmte Emotionen können nicht nur durch offensichtliche und dem Menschen bewusste Ereignisse hervorgerufen werden. Auch unterschwellig wahrgenommene Einflüsse spielen beim menschlichen Empfinden eine Rolle. Das konnten die niederländischen Psychologen Kirsten Ruys und Diedrick Stapel vom Institut für Verhaltensökonomik an der Tilburg Universität http://www.tilburguniversity.nl jetzt erstmals belegen. Die Hypothese der Forscher besagt, dass der Mensch, der im Lauf der Evolution gelernt habe, schnell und unbewusst auf Reize anzusprechen, auch befähigt sein müsse, auf emotionale Ereignisse zu reagieren, die ihm gar nicht voll bewusst sind.
In einem Versuch mit 100 studentischen Testpersonen untersuchten die Wissenschaftler deren Gedanken, Gefühle und das Verhalten, um bestimmen zu können, ob sie in den Studenten gewisse Gefühle hervorrufen konnten, ohne dass diese den Auslöser dafür kannten. Die in drei Gruppen getrennten Probanden sollten - so wurde ihnen gesagt - beobachten, auf welcher Seite eines Computermonitors kurze Lichtblitze auftauchen und dies dann mittels Tastendruck übermitteln. Die Blinkzeichen aber waren in Wirklichkeit unterschwellige Bilder, die entweder Angst, Ekel oder keine Emotion auslösen sollten. Mit unterschiedlich hoher Geschwindigkeit - 40 oder 120 Millisekunden - flimmerten die Bilder über den Computerschirm, sodass es für die Probanden nicht möglich war, die Bildmotive bewusst zu erkennen. Kurzum hätten die Studenten also nicht gewusst, dass sie Bilder von heulenden Hunden, dreckigen Toiletten oder auch neutrale Abbildungen wie die von Pferden oder Stühlen gesehen haben, geben die Forscher an.
Dennoch hatte das Gesehene Einfluss auf die Stimmung der Probanden, wie die Wissenschaftler mit einer Reihe von anschließenden Tests herausfanden. Zunächst sollten die Testpersonen Wortfragmente mit einer Reihe von Wörtern ergänzen, die Angst, Ekel, Wut, neutrale, positive oder negative Stimmung ausdrücken. Danach wurden sie nach ihrer generellen Stimmung gefragt und sollten einschätzen, inwieweit sie sich ängstlich, zufrieden, stolz, wütend, beschämt oder freudig fühlen. Zuletzt wurden die Studenten gebeten, an einem Test mit entweder”seltsamem Essen” oder “gruseligen Filmen” teilzunehmen. Die Forscher wollten dadurch die Annahme testen, dass diejenigen Personen, die Ekel auslösende Bilder gesehen hatten, sich um einen Test mit möglicherweise wenig erfreulichem Essen drücken würden - und behielten recht. In der Tat hatten die Betrachter von Angst erzeugenden Bildern bei der Wortergänzungsaufgabe eher solche Wörter benutzt, die Angst ausdrücken und auch ihre Stimmungslage als dementsprechend unwohl beschrieben. Die Personen, die ekelerregende Abbildungen gesehen hatten, verhielten sich dementsprechend.
Zudem konnten die Wissenschaftler feststellen, dass sich bei einer sehr kurzen Anzeige der Bilder auf dem Computerdisplay nur eine generell negative Stimmung bei den Probanden niederschlug. Bei einer 120 Millisekunden andauernden Anzeige stellte sich neben dem Unbehagen bei vielen auch ein spezielles Gefühl wie Angst ein. Die Forscher sahen dadurch ihre anfängliche Annahme bestätigt, dass bestimmte Emotionen auch ohne bewusste Wahrnehmung der Auslösers hervorgerufen werden können und dass das allgemeine Empfinden einer Person sich zu einer bestimmten Emotion entwickeln kann. (Ende)
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21.5.2008 von solid-union.
Bereits Vorfreude senkt Spiegel von Stresshormonen
San Diego - Dass Lachen die beste Medizin zur Stressreduzierung ist, haben Psychologen der Loma Linda University in Kalifornien http://www.llu.edu mittels einer Studie nachgewiesen. Studienautor Lee Berk und sein Team haben überdies herausgefunden, dass sogar schon die Aussicht auf etwas Unterhaltsames wie einen komödiantischen Film den Spiegel der stressproduzierenden Hormone senkt. Bereits im Jahr 2005 hatten Forscher den positiven Einfluss des Lachens auf den Blutdruck entdeckt. Die biochemischen Mechanismen im Körper blieben jedoch bislang im Dunkeln, was Berk zu eigenen Untersuchungen bewegte.
Zunächst konnten die Forscher aus Kalifornien nur den Zusammenhang zwischen erwartetem Lachen und der ansteigenden Produktion stimmungshebender Beta-Endorphine und des menschlichen Wachstumshormons feststellen. Dies wiederum veranlasste die Psychologen dazu, die Beziehung von Lachen und der Produktion von Stresshormonen an einer Testgruppe von 16 männlichen Probanden zu untersuchen. Der einen Hälfte der Männer wurde gesagt, dass sie einen humorvollen Film sehen würden, den sie sich vorher ausgesucht hatten. Die zweite Hälfte der Testpersonen bekam Magazine zu lesen. Die Forscher überwachten dabei den Spiegel der Stresshormone Cortisol, Adrenalin und Dopac, einem Stoffwechselprodukt des Glückshormons Dopamin, das zur Adrenalin-Produktion beiträgt.
Berk und sein Team stellten dabei fest, dass bevor, während und nachdem die Testpersonen ihren Film gesehen hatten, der Spiegel aller drei stressverursachenden Substanzen um 35 bis 70 Prozent gesunken war. Erstaunt waren die Forscher darüber, dass das Niveau von Cortisol, Adrenalin und Dopac bereits um 40 bzw. 70 Prozent gefallen war, bevor die Probanden etwas Humorvolles zu sehen bekamen. “Es scheint, dass schon die Erwartung eines heiteren Erlebnisses den Stresspegel senkt”, fasst Berk zusammen. Der nächste Schritt, um die Ergebnisse der Studie verwertbar in Therapie- und Behandlungsformen einzubringen, sei die biochemischen Wege zu verstehen, die die Kommunikation zwischen der Humor-Region des Gehirns und den hormonfreisetzenden Teilen des endokrinen und des Immunsystems erlaubt. Berk vermutet, dass die sogenannten Zytokine der Schlüssel dazu seien. Diese Proteine werden vom Immunsystem hergestellt und regulieren, wie es auf äußere Einflüsse und neurologische Aktivität reagiert. Die Ergebnisse der Studie haben Berk und seine Kollegen jüngst auf der Jahresversammlung der American Psychological Society http://www.psychologicalscience.org vorgestellt.
Neben der stressreduzierenden Wirkung, senkt Lachen nachweislich den Blutdruck und stärkt das Immunsystem durch die erhöhte Aktivität von T-Zellen und krankheitsbekämpfender Proteine, die Antikörper bilden. Darüber hinaus kann Lachen Schmerzen mehrere Stunden lang reduzieren. (Ende)
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19.5.2008 von solid-union.
“Dramatischer Anstieg der psychischen Belastungen in allen Berufsgruppen”
Berlin - Die Zahl der psychischen und Verhaltensstörungen in der Arbeitswelt nimmt weiter zu. Das geht aus dem Bericht des Berufsverbandes Deutscher Psychologen (BDP) http://www.bdp-verband.de zur psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz hervor. Zwar nehme die Zahl der Arbeitsunfälle ab. “Aber wir haben einen enormen Anstieg der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz im Allgemeinen festgestellt und damit verbunden auch einen Anstieg der daraus folgenden Krankschreibungen”, sagt Gesundheitspsychologin Julia Scharnhost im Gespräch mit pressetext. Der Anteil der Ausfalltage, die mit psychischen Problemen begründet wurden, sei so von 6,6 Prozent auf 10,5 Prozent angewachsen.
“Zu den psychischen Problemen zählen wir Depressionen, Angststörungen und auch Suchterkrankungen”, erläutert Scharnhorst. “Seit gut zehn Jahren beobachten wir eine starke Zunahme dieser Erscheinungen - quer durch alle Berufsgruppen.” Aufgrund des starken Trends gehe die Weltgesundheitsorganisation WHO zudem davon aus, dass bereits im Jahr 2020 die depressiven Verstimmungen nach den Herzerkrankungen an zweiter Stelle stehen werden. “Die Arbeitswelt und die Anforderungen an die Arbeitnehmer haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert”, begründet Scharnhorst den Anstieg. Durch massiven Stellenabbau sei nun die gleiche Arbeit durch weniger Personal zu leisten, zudem müsse ein Arbeitnehmer heute wesentlich flexibler agieren, worunter auch die wichtige Freizeit leidet. “Es wird hier outgesourced, da fusioniert und dort eine ganzes Unternehmen ins Ausland verlagert”, mahnt Scharnhorst.
Vor allem in den Gesundheits- und Sozialberufen, aber auch bei Lokführern und Lehrern habe sich der Trend besonders deutlich niedergeschlagen. Laut Bericht leiden aufgrund von Überforderung und Stress mindestens 20 Prozent der Ärzte unter dem Burnout-Syndrom, die Suizidraten bei Medizinern sind drei- bis fünffach erhöht. Auch Lehrer hätten mit der Balance zwischen Wollen, Sollen und Können stark zu kämpfen, was sich in der hohen Zahl von Frühpensionierungen widerspiegle.
Der BDP sieht die Ursachen der zunehmend verbreiteten psychischen Probleme bei Arbeitnehmern vor allem in Zeitdruck, hoher Verantwortung und Komplexität der Arbeit, sowie in prekären Arbeitsverhältnissen und der Veränderung des Arbeitsklimas in Unternehmen begründet. Auch die permanente Sorge um den Arbeitsplatz erhöhe die psychische Belastung immens. “Zunächst sollte sich jeder im Sinne der Vorsorge mit dem Thema Stressbewältigung vertraut machen”, rät Scharnhorst, ” Aber die Hauptlast liegt bei den Arbeitgebern, die dafür sorgen müssen, dass ihre Angestellten nicht durch die Arbeit krank werden.” So müsse man sich mit der Arbeitslast der Arbeitnehmer auseinandersetzen und diese reduzieren. Zudem spricht sich der BDP für eine intensivere Beteiligung der Arbeitnehmer am Arbeitsmanagement aus. “Partizipation ist das Schlüsselwort”, bekräftigt Scharnhorst. Aber auch die Führungskräfte in den Unternehmen müssten geschult werden, “da sie häufig zu wenig über psychische Belastungen wissen und was dagegen zu tun ist.” (Ende)
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16.5.2008 von solid-union.
Gruppentraining mit dem neuen Fettkiller Powerwest nun erstmals in Deutschland
Nürnberg - Die Fibu war ein voller Erfolg für den neuen Fettkiller Powerwest http://www.powerwest.de aus den USA. Das Sportgerät zum anziehen erregte vor allem durch eine nachgewiesene Senkung des Kalorienumsatzes um bis zu 70 Prozent große Aufmerksamkeit beim Publikum, aber auch in der Fachwelt. Jetzt bekundete eine der größten Fitnessketten Deutschlands Interesse. Gruppentraining heißt die Devise. Damit sagt die Powerwest Deutschlands Gewichtsproblemen endgültig den Kampf an.
Die Powerwest ist ein Sportgerät zum Anziehen. Genauer gesagt, eine nach neuesten Ergebnissen der Wissenschaft konzipierte Gewichtsweste. Die exakte Verteilung der Gewichte und die stufenbare Möglichkeit die Belastung schrittweise zu Erhöhen sorgen selbst bei leichten Tätigkeiten und mäßiger sportlicher Belastung für unglaubliche Erfolge bei der Gewichtsreduktion, aber auch bei der Leistungssteigerung im Profisport.
In Deutschland soll die Powerwest jetzt nach amerikanischem Vorbild in den Fitnessstudios Einzug halten. “Vom ‘Spinning’ bis zur ‘Gruppentraining’ reichen die Einsatzmöglichkeiten”, so M. Endres, Geschäftsführer der Einkaufsring Gruppe. “Wir haben bei unseren Tests sowohl im Leistungssport als auch im Breitensport enorme Erfolge beobachtet. Von einer Steigerung der Muskelkraft über eine Erhöhung der Knochendichte im gesamten Skelett bis hin zu einer beschleunigten Gewichtsabnahme beim Ausdauersport oder sogar bei der Hausarbeit handeln die Berichte der Probanden.”
Neuer Sponsor zahlt die Hälfte
Für alle begeisterten Sportler oder solche die es werden wollen gibt es jetzt online ein hervorragendes Testangebot. Durch ein Sport Sponsoring von 50 Euro pro Powerwest ist dieselbe vom 21. bis 27. April im Internet unter http://www.powerwest.de statt 99,96 Euro um 49,96 Euro zu haben. (Ende)
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14.5.2008 von solid-union.
Ein Viertel liest heimlich E-Mails des Partners
Oxford - Ehepaare spionieren einander häufig gegenseitig im Internet hinterher. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der britischen Oxford University http://www.ox.ac.uk, die besagt, dass knapp ein Viertel der verheirateten Paare heimlich die E-Mails des Partners liest. Jeder Zehnte spioniert die Internetseite aus, die der andere zuvor besucht hat. Viele sind inzwischen der Ansicht, das Web trage zur Entstehung und Erhaltung von Beziehungen bei. Gleichzeitig befürchten die Paare aber auch ein gesteigertes Misstrauen aufgrund der Möglichkeiten, die das Internet bietet. 85 Prozent der Befragten gaben an, etwas dagegen zu haben, wenn der Partner online mit fremden Personen flirtet.
“Meiner Erfahrung nach herrscht Misstrauen erst dann, wenn ein Partner in der Vergangenheit bereits dazu Anlass gegeben hat”, meint dazu Thomas Traegner, Gründer des Seitensprung-Netzwerks Direct-Date http://www.direct-date.de , gegenüber uns. Es habe schon sehr oft Anfragen von vorwiegend Männern dazu gegeben, welche E-Mailadresse sie für die Anmeldung in der Agentur benutzen sollten und welche Nachrichten dorthin geschickt würden. “Das hat den Hintergrund, dass tatsächlich die Partnerin E-Mails kontrolliert”, so Traegner weiter. Dennoch sei das Internet selbst nicht die Ursache von Misstrauen. “Solche Maßnahmen treten immer erst dann auf, wenn das Vertrauen schon verloren wurde”, sagt der Plattform-Betreiber.
Laut der Oxford-Studie verfolgen 13 Prozent der Paare die Internet-Historie des Partners nach. Viele sagten aber auch, das Internet sei ein wichtiges Mittel, um Beziehungen in Gang zu halten und mit dem Partner zu kommunizieren. 14 Prozent besprechen Persönliches über E-Mail, ebenso viele nutzen dafür mindestens einmal pro Woche auch Online-Chats. 27 Prozent diskutieren mit dem Partner über SMS-Nachrichten.
Sechs Prozent der verheirateten Paare haben sich zum ersten Mal im Netz getroffen. Die meisten davon über eine Partnervermittlungsseite, 19 Prozent in einem Chat-Room und 18 Prozent über Instant Messaging. Uneinig sind sich viele, wenn es um den Konsum von Porno-Webseiten geht. Wenig überraschend sind Männer eher dazu geneigt, den Besuch solcher Seiten zu akzeptieren als Frauen. Grundsätzlich sei es überraschend, wie viele Paare sich gegenseitig im Netz ausspionieren, meint Studienleiterin Ellen Helsper. “Interessant war aber auch, dass die Paare das Online-Spionieren des Partners genauso verletzend empfinden wie reales Misstrauen in der Beziehung.”
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9.5.2008 von solid-union.
Meridiandiagnosesysteme zeigen die positiven Ergebnisse auf den Organismus
Niederndorf/Tirol - Gesundheit ist das höchste Gut, eine Wahrheit von ewiger Gültigkeit. Doch der menschliche Körper ist eine äußerst komplexe Schöpfung und nur der Schöpfer dieses Wunderwerks hat dazu den Bauplan. Der fehlende Bauplan zwingt Mediziner, und Wissenschaftler immer wieder neue Wege zu suchen um den Geheimnissen des Organismus auf die Spur zu kommen. Ein Meilenstein war dabei die Entwicklung der Meridiananalyse, ein eigens für das russische Weltraumprogramm entwickeltes Verfahren zur Erkennung des Energie-Niveaus. Die Verantwortlichen des russischen Weltraumprogramms schickten mit Waleri Poljakow nicht nur einen Kosmonauten, sondern auch einen ausgebildeten Arzt ins All. Seine Aufgabe an Bord der “Mir” war die praktische Erprobung einer auf Erkenntnissen der traditionellen chinesischen Medizin aufbauenden Methode zur gesundheitlichen Vorbeugung und Behandlung. Wladimir Zagradski und sein Team am Institut für biomedizinische Forschung in Moskau entwickelten 1984 mit “PROGNOS” das erste Gerät das erfolgreich bis heute eingesetzt wird.
“Dieses Verfahren war für uns das Beste um die Wirkung von Tachyonen-Energie im menschlichen Körper nachzuweisen”, so Robert Zach von ZARO Biotec http://www.zarobiotec.com. Wir verwenden nun mit “I-Health” eine innovative Weiterentwicklung die den Hautwiderstand an den Endpunkten der zwölf aus der Akupunktur bekannten Meridianlinien errechnet. Die daraus hervorgehenden Parameter, werden dann in einem zweiten Schritt über einen mathematischen Algorithmus mit den Daten gesunder Menschen verglichen. Das I-Health-System http://www.i-health.de macht die energetische Wirkung unserer Tachyonen-Trägerprodukte messbar, und analytisch sichtbar, damit ist unsere positive Vitalenergie bewiesen. In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) werden seit 5000 Jahren die Energieströme im Körper mittels Pulsdiagnose an den Meridianen diagnostiziert. Seit Jahrhunderten ist bekannt das ausgeglichene Energiemuster gesundheitsfördernd sind, während Energieblockaden und Energiemangel die Ursache für vielerlei Beschwerden sind. Die Pulsdiagnose via moderner Meridianmessung macht das menschliche Energiebild sichtbar dadurch wird nun die Energieübertragung von Lichtpartikeln (Tachyonen) auf den Körper sichtbar, messbar und erkennbar.
ZARO Biotec arbeitet seit 2004 mit der Meridiandiagnose und hat in mehr als 100 Messungen an unterschiedlichen Porbanden den Energiestatus vor und nach Behandlung mit Tachyonen-Energie gemessen und verglichen. Deutlich erkennbar wurde, dass die bioenergetische Teilchen-Energie der ZARO-Produkte harmonisierend und energetisierend auf die Probanden wirkte. Dazu Adrian Haller von I-Health: “Tagtäglich messe ich an Patienten die Energiemuster und stelle fest dass die Tachyonenergie tatsächlich negative Energiezustände im Körper korrigiert und ausbalanciert, die Ergebnisse sind beeindruckend. Faszinierend ist vor allem, wenn man die Wirkungen direkt bei einem Probanden feststellen kann. Während einer medizinischen Veranstaltung habe ich einem Arzt der über ein schmerzendes Fußgelenk klagte, einfach ein ‘eClypsi’ in die Socke geschoben, er scherzte ungläubig, doch nach einer halben Stunde kam er auf mich zu und sagte der Schmerz sei vollständig verschwunden.”
Wir finden es spannend wenn ein Pendel auf Tachyonenenergie reagiert und wenn Rutengänger das tausendfach bestätigt haben, aber unser Aufgabe ist es diese Form feinstofflicher Kräfte unseren Kunden messbar zu vermitteln, so Zach im Interview. Es ist eben kein “Hokuspokus” sondern eine ernst zu nehmende Wissenschaft die höchste Beachtung verdient. An der Berliner Humboldt-Univerität wurde in Workshops und in praktischen Versuchen das Pflanzenwachstum längst bewiesen. Jetzt ist es an der Zeit die Lebenskraft von Tachyonenenergie auf den menschlichen Körper zu beweisen und die beste Gesundheitsreform aller Zeiten durchzusetzen, das Ende von Krankheit durch mangelhafte Energieversorgung. Im Moment verwenden über 100 Ärzte im deutschsprachigem Raum ZARO-Tachyonenprodukte erfolgreich in ihrer Praxis. (Ende)
ZARO Biotec - Kontakt: office@zarolifeforce.com

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8.5.2008 von solid-union.
Gehaltsschere groß - Umdenken der Unternehmen gefordert
Hamburg/Berlin - Die Zahl der in Deutschland derzeit handelsregisterlich eingetragenen Geschäftsführer ist im Vergleich zum April 2007 um vier Prozent von 886.934 auf nunmehr 921.982 angestiegen. Zu diesem Schluss kommt die Wirtschaftsauskunftei Bürgel http://www.buergel.de, in ihrer heute, Donnerstag, vorgestellten Untersuchung namens “Geschäftsführer-Demografie 2008″. Laut der Erhebung leiten gegenwärtig 150.555 Frauen und 771.427 Männer die Geschicke der Unternehmen. In den vergangenen zwölf Monaten wurden von den 35.000 hinzugekommenen Geschäftsführerposten 8.188 an Managerinnen vergeben. Mit 23,4 Prozent ist somit fast jede vierte neue Geschäftsführung mit Frauen besetzt worden.

“Die Studie werte ich zwar als positives Signal in die richtige Richtung, dennoch besteht in Deutschland grundsätzlich noch ein Nachholpotenzial wenn es um die Umsetzung des Gender Mainstreaming geht”, unterstreicht Matthias Lindner, Bereichsleiter Gernderpolitik bei der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft http://www.verdi.de , im Gespräch mit pressetext. Laut dem Experten sei trotz aller erzielten Erfolge das Grundproblem der Gehaltsschere zwischen Frauen und Männern noch immer nicht gelöst. Dies zeige sich Lindner zufolge besonders bei den Dax-Unternehmen. “Politischer Druck ist gut und wichtig, dennoch ist die Bereitschaft der Unternehmen zum Umdenken bedeutsam”, unterstreicht der Fachmann. Der Fachkräftemangel werde jedoch das Halten von weiblichen High Potentials begünstigen, so Lindner.
Auf das Bundesgebiet verteilt, bekleiden Frauen die neu hinzugekommenen Führungspositionen vor allem im Saarland, in Thüringen und in Berlin. Hochgerechnet auf die Gesamtanzahl stieg der Anteil an weiblichen Chefs im Vergleich zum Vorjahr allerdings nur gering von 16,1 Prozent (142.367 Frauen 2007) auf 16,5 Prozent (150.555). Deutlich über dem Durchschnitt liegt der Frauenanteil mit 18,4 Prozent in der Bundeshauptstadt, gefolgt vom Saarland mit 17,6 Prozent sowie Brandenburg und Sachsen mit einem Frauenanteil von jeweils 16,9 Prozent. Weitere Veränderungen zeigen sich auch im Durchschnittsalter der deutschen Geschäftsführer, das mittlerweile von 50,5 auf 50,9 Jahre angestiegen ist.
Hierbei konnten die Experten feststellen, dass Frauen in allen Bundesländern Top-Positionen schneller erreichen als ihre männlichen Kollegen. Weibliche Geschäftsführerinnen sind im Schnitt ein bis zwei Jahre jünger. Der Mittelwert ihres Alters beträgt 49,9 Jahre, der Vergleichswert bei Männern in hohen Geschäftspositionen liegt hingegen bei 51,1 Jahre. Aber auch die Altersgruppen haben sich seit April des vergangenen Geschäftsjahres verändert. War vormals mit knapp 17 Prozent die Chef-Gruppe der 40- bis 44-Jährigen führend, gab diese den Führungsstab inzwischen an die 45- bis 49-Jähigen ab. Auch lässt sich eine leichte Verschiebung bei älteren Beschäftigten nachvollziehen. Der Anteil der über 70 Jahre alten Manager stieg um 0,6 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent an. Unter 30-Jährige machen weiterhin nur zwei Prozent aus. (Ende)
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6.5.2008 von solid-union.
Rassismus-Vorwurf: “Modemagazin betont Stereotyp von King Kong”

New York - Das Modemagazin Vogue http://www.style.com/vogue hat mit seiner aktuellen April-Ausgabe eine heiße Debatte über Rassismus in den Medien ausgelöst. In der 116-jährigen Geschichte des Blatts wird das Titelbild der US-amerikanischen Ausgabe zum ersten Mal von einem Afroamerikaner geschmückt. Aufgrund der Darstellung von Basketball-Profi LeBron James gemeinsam mit Top-Model Gisèle Bündchen muss Vogue aber gleich massive Kritik einstecken. Medien und Experten werfen dem Magazin vor, rassistische Motive zu verfolgen. “Wenn ein Cover die Menschen an King Kong erinnert und diese Stereotype betont - schwarzer Mann will weiße Frau -, so ist es nicht harmlos”, kritisiert Samir Husni, Analyst der US-amerikanischen Magazin-Industrie, in einem Bericht des Telegraph. Dem Experten zufolge sei das Bild bewusst provokativ gestaltet.
Diskriminierung in den Medien stellt ein heikles Problem dar, da sich gerade diese der Aufklärung verpflichtet fühlen müssten. “Mittlerweile haben sich Frauen ihre Rechte innerhalb der Gesellschaft erkämpft und ihre Darstellung ist ein sehr sensibles Thema”, erklärt Volker Nickel, Sprecher des Deutschen Werberats http://www.werberat.de, im Gespräch mit pressetext zum Thema Sexismus. “Das Cover zeigt die offensichtliche und unerhörte Verwertung eines alten rassistischen Motivs: Die mögliche Vergewaltigung einer weißen Frau durch einen physisch übermächtigen schwarzen Mann”, meint John Hoberman, Professor an der Universität von Texas.
Das Klischee vom gefährlichen schwarzen Mann werde von der Vogue-Chefredakteurin Anna Wintour absichtlich genutzt, um die Auflage zu erhöhen. Zugleich ruft das von Annie Leibovitz geschossene Foto vor dem Hintergrund des US-Präsidentschaftswahlkampfes politische Zusammenhänge ins Gedächtnis. Die Ausgabe widme sich Körperformen, weshalb das Magazin auf ein interessantes Paar zurückgegriffen hat, entgegnen die Herausgeber. “Keiner verdeutlicht die Formunterschiede so gut wie ein Sportler und ein Model”, so Patrick O’Connell, Pressesprecher bei Vogue. Dennoch war es der Verlag selbst, der bereits vor Erscheinen der April-Ausgabe das Interesse gehörig anheizte und darauf hinwies, dass erstmalig ein “schwarzer Mann” das Titelbild der Vogue zieren würde. (Ende)
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5.5.2008 von solid-union.
“Eine Reihe von Grundrechten” von Online-Durchsuchung betroffen
Wien - Die “Arbeitsgruppe Online-Durchsuchung” hat heute, Mittwoch, in Wien ihren Abschlussbericht an Justizministerin Maria Berger und Innenminister Günther Platter übergeben. Der Verfassungsrechtler und Vorsitzende der Arbeitsgruppe Bernd-Christian Funk äußert in dem Text Vorbehalte bei der Einführung der Online-Fahndung. “Aus verfassungsrechtlicher Sicht sind eine Reihe von Grundrechten betroffen, die der Einführung einer Online-Durchsuchung Schranken setzen und staatliche Gewährleistungspflichten mobilisieren”, heißt es in dem Bericht. Es bedürfe vor allem spezieller gesetzlicher Ermächtigungen, die nach geltendem Recht im Wesentlichen fehlten würden, so der Experte. Weiters sei es notwendig, dass flankierende Instrumente für Rechtsschutz und Kontrolle bei der Online-Durchsuchung ausgeweitet sowie neu geschaffen werden.
Der nun vorliegende Bericht ist laut Platter eine sehr gute Grundlage für die weitere Arbeit. Der Innenminister will jedenfalls am Fahrplan zur Einführung des Bundestrojaners festhalten und das Gesetz noch vor dem Sommer beschließen. Die österreichische Regierung hatte sich auf den Einsatz des Bundestrojaners bereits im Herbst 2007 geeinigt. So dürfen private Computer verdächtiger Personen ab kommendem Herbst online durchsucht werden. Die Anwendung ist an Bedingungen geknüpft. Beispielsweise darf der Einsatz nur bei Verdacht auf ein schweres bzw. terroristisches Verbrechen erfolgen. Dabei handelt es sich um Vergehen, die mit mindestens zehn Jahren Freiheitsstrafe bedroht sind.
In dem Bericht werden auch technische Aspekte der Online-Durchsuchung behandelt. Auf dem Rechner der Zielperson kann die “Remote Forensic Software” (RFS), wie der Trojaner im Bericht bezeichnet wird, entweder durch physische oder durch eine Remote-Installation eingebracht werden. Beide Arten setzen in jedem Fall eine detaillierte Analyse des Kommunikationsverhaltens der Zielperson voraus, wird im Bericht festgehalten. Des Weiteren sei von den Behörden sicherzustellen, dass die Integrität der Daten, die Authentizität der Kommunikationspartner und die Verfügbarkeit der Kommunikationswege jederzeit sichergestellt sind. Zudem muss gesichert sein, dass die Ergebnisse in keiner Weise von Fremden genutzt werden können und eine Nachahmung der eingesetzten Methoden verhindert wird.
Die Online-Durchsuchung sorgt nicht nur in Österreich sondern europaweit für Diskussionsstoff. In Deutschland hat das Bundesverfassungsgericht beispielsweise kürzlich den Einsatz des Bundestrojaners in Nordrhein-Westfalen gestoppt. Das Gesetz verstoße gegen das Grundgesetz, urteilten die Richter in Karlsruhe. “EU-weit gibt es keine vergleichbare Untersuchung”, stellte Berger fest. “Ich bin überzeugt, dass der Bericht auch europaweit Eindruck machen wird.” Der Bericht beleuchtet neben Österreich auch die rechtlichen Situationen in verschiedenen anderen europäischen Ländern.
Berger betonte unisono mit Funk, dass die Online-Durchsuchung ausschließlich der strafrechtlichen Ermittlungen dienen soll. Der Bundestrojaner dürfe somit nicht für sicherheitspolizeiliche Zwecke oder zur Gefahrenabwehr, sondern ausschließlich bei der Strafverfolgung zur Anwendung kommen. Im Justizministerium geht man davon aus, dass die Häufigkeit der Anwendung der Online-Durchsuchung etwa mit der Anwendung des Lauschangriffs zu vergleichen ist. Dieser kommt offiziell etwa ein bis zwei Mal im Jahr zum Einsatz. (Ende)
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