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Archive für 1.12.2009
Liebe per Mausklick - aber wo bleibt die Liebe
1.12.2009 von admin.
Das Geschäft im Internet boomt - aber wo bleibt die Liebe?
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Lindau - Online-Partneragenturen wachsen seit etwa zehn Jahren rasant. In Deutschland wird ihre Zahl auf etwa 2500 geschätzt. Dazu kommen etwa 1800 Dating-Portale.
Die Medien suggerieren: Partnerwahl war noch nie so einfach via Knopfdruck. Auf dem Markt findet man ein Dutzend Bücher und “Gebrauchsanweisungen”, wie man in dieser fiktiven Welt am besten vorgeht. In den Werbetexten klingt das dann so: “Machen Sie sich zum Experten Ihrer Selbstvermarktung und das Internet zu Ihrem privaten Club. … Ein Konzept der Online-Verführung, das weltweit wohl einzigartig ist: es funktioniert. … Das Internet ist … eine unschlagbare Quelle, um unzählige Frauen aus der digitalen Welt im Handumdrehen live zu daten. Millionen Frauen sind via Internet in Deutschland auf Partnersuche. Nie waren Ihre Chancen besser, so viele Frauen zu verführen. Wann immer Sie wollen, wo immer Sie wollen. Die Autoren haben das erste strategische Online-Verführungssystem entwickelt, getestet und perfektioniert…”
Oder: “Step-by-Step-Anleitung vom Online-Chat zum Real-Life-Date mit Tipps für Frauen und Männer. Der Daten-Highway ins Glück. … Im Internet kommt jeder zum erträumten Ziel - man muss nur wissen, wo und wie.”
Na bitte! Warum zögern Sie noch?
Über Ulrike Bornscheins Buch (”Bei Anruf nackt. Meine Partnersuche im Internet.”) kann man lesen: “Am Anfang erstellt jeder paarungswillige Teilnehmer einer Partnerschaftsbörse ein Profil über sich. Je deutlicher es mit dem Profil eines anderen übereinstimmt, desto mehr Trefferpunkte gibt es. Und da kommt es immer mal wieder zu Missverständnissen. Ulrike Bornschein schreibt, dass es bei Männern aus dem Internet oft große Diskrepanzen gibt zwischen Selbstwahrnehmung und Realität.”
Da werden schon die ersten Fehleinschätzungen deutlich. Zum einen gilt das Prinzip “Gleich und Gleich gesellt sich gern” längst nicht für Liebe und Ehe. Da ziehen sich auch “Gegensätze an”. Zweitens wird kaum einer der potenziellen Partner eine schonungslose Selbstdarstellung ins Netz stellen. Drittens leidet jemand, der im Internet ernsthaft auf Partnersuche geht, in der Regel bereits an Vereinsamung, an Kommunikationsdefiziten. Das lässt sich im Netz gewiss nicht heilen.
Dennoch, die Sache boomt - aber sie kann nicht gut gehen. Denn beim Menschen läuft zwar sehr viel unbewusst ab, aber unsere Sozialstruktur ist äußerst komplex und unsere Sympathien und Animositäten sind uns selbst oft gar nicht bewusst - bis sie ausbrechen.
Eine britische Studie ergab, dass Frauen Männer mit femininer wirkenden Zügen als potenzielle Kindesväter bevorzugen, da sie ihnen mehr Fürsorge und emotionale Wärme unterstellen als Geschlechtsgenossen mit ausgeprägt männlichen Gesichtern. Für eine langfristige Beziehung wählten die Frauen daher bevorzugt Männer mit eher weicheren Zügen aus. Diese Damen hätten also den damals eher rundlichen Joschka Fischer dem kantigen Gerhard Schröder vorgezogen - verheiratet sind beide bereits zum vierten Mal.
Es kann also niemand ernsthaft glauben, dass ein einfacher Fototausch über das Internet und ein Datenabgleich den geeigneten Partner heraus filtert. Vielleicht will er es auch gar nicht. Vielleicht ist der Weg schon das Ziel.
Kommunikation ohne Verantwortung. Anonym stöbern, ein Wunschbild von sich zeichnen - und sich vom andern ein Wunschbild machen. Sich ja nicht festlegen. Den Traum immer weiter träumen - bis er platzt. Dann steht man vor dem Scherbenhaufen - und fängt von vorne an. Das kann sogar süchtig machen, aber niemals zu einer glücklichen Partnerschaft führen.
Wie zum Beweis steigen die Zahlen der Singles stetig an, die Zahl der Frustrierten noch viel viel mehr …
“Wir von der Partnervermittlung Ernestine http://www.pvernestine.de gehen den anderen, den seriösen Weg. Wir erkennen in langen Gesprächen, wie ernsthaft die Damen und Herren einen Partner suchen. Wir erspüren, wie jemand ‘tickt’, wir erkennen seine Sympathien und Animositäten - um dann zu prüfen, was gut oder sehr gut und vor allem auf Dauer zusammen passen kann. Der Erfolg gibt uns recht. Machen auch Sie den ernsthaften Versuch.”
Über PV Ernestine
Seit 1986 bietet die Partnervermittlung Ernestine erfolgreiche, absolut seriöse und diskrete Hilfestellung bei der Suche nach dem passenden Partner. Die Beratungsteams sorgen bereits im Vorfeld dafür, dass die Chemie zwischen den vermittelten Personen stimmt. Und das ist die allerbeste Voraussetzung dafür, dass es schließlich auch “funkt”. 23 Jahre Erfahrung, stets unter der gleichen Leitung, sowie unzählige glückliche Mandanten machen den Erfolg des Unternehmens aus.
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Klimaabkommen als Weg zur Gerechtigkeit
1.12.2009 von admin.
Expertin: “Klimawandel sorgt dafür, dass wir uns die Köpfe einschlagen”
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Wien - Klimaschutz bedeutet nicht nur die Reduktion der Treibhausgase, sondern muss auch den Ausgleich für verursachte Schäden sowie die Unterstützung armer Länder umfassen. Das haben Caritas, Greenpeace, die Initiative “Klima fair bessern” gemeinsam mit der Wiener Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb heute, Montag, in einer Pressekonferenz erklärt. In einer Reihe von Forderungen an die Politik anlässlich des nahenden Klimagipfels in Kopenhagen wird weiters auf die Notwendigkeit raschen Handelns auf politischer als auch individueller Ebene aufmerksam gemacht. Das Ausbleiben einer Einigung würde der Welt teuer zu stehen kommen.
“Die Natur wartet nicht auf politische Reden, sondern folgt ihren eigenen Gesetzen”, so Kromp-Kolb im solid-news-Interview. Seien unzählige Details auch noch nicht geklärt, kenne die Wissenschaft bereits die wesentlichen Faktoren des Klimawandels. “Die Grundaussage lautet: Der Klimawandel wird derartige Ausmaße annehmen, dass er für den Menschen nicht mehr erträglich ist. Das heißt nicht, dass uns allen der Hitzetod bevorsteht, doch wir werden einander die Köpfe einschlagen”, so Kromp-Kolb. Da die globale Erwärmung laufend neue Arme entstehen ließe, sei Armutsbekämpfung und Friedensbemühungen nicht mehr von Klimaschutz zu trennen.
Mitschuld an Chinas CO2-Ausstoß
Die Dominanz der Wissenschaft in der Klimadebatte führe dazu, dass ihre soziale Komponente oft aus dem Blick verschwinde. “Der Klimawandel betrifft besonders diejenigen, die ihn nicht verursacht haben. Benachteiligt werden dabei einerseits Menschen in Entwicklungsländern, andererseits die Generationen der Zukunft”, so die Expertin. Könne die Klimakonferenz auch keine Gerechtigkeit herstellen, müsse sie dieser zumindest ein Stück näher kommen. “Die Ethik fordert, dass wir das von uns verursachte Leid anderer zumindest so weit als möglich reduzieren, indem wir die Ausstöße zurückfahren.”
Gerechtigkeit fehle der derzeitigen Klimadiskussion auch insofern, als sie wirtschaftliche Verflechtungen nicht beachtet. “Wir sprechen viel von China und seinen CO2-Ausstößen, da es kürzlich die USA als größter Emittent verdrängt hat. Nicht berücksichtigt wird dabei jedoch, dass ein guter Teil der Emissionen aus der Herstellung von Produkten stammen, die wir in Europa konsumieren. Damit sind wir auch für diese Emissionen mitverantwortlich”, so die Klimaforscherin. Gerecht sei es, wenn die Verursacher auch die Last tragen würden, noch dazu da diese eher finanzielle Möglichkeiten dafür hätten.
Krise als Chance für das Klima
Eine wirtschaftlich schwierige Situation wie die aktuelle dürfe laut Kromp-Kolb kein Hindernis für den Klimaschutz darstellen. “Stärken wir den Umweltschutz nicht, wird es in Zukunft ohnehin keine Wirtschaft mehr geben. Anstatt die Krise als Vorwand der Verzögerung zu nehmen, sollte man sie bewusst nutzen, um auslaufen zu lassen, was nicht zukunftsfähig ist. Ich denke dabei etwa an die Automobilbranche.” Dringende Maßnahmen seien auch solche zum Schutz der Biodiversität sowie der Verringerung des Flächenverbrauchs.
Notwendigkeit zum Handeln sieht Kromp-Kolb bei jedem Einzelnen. Autoverzicht, der Kauf regionaler Produkte, abgesenkte Raumtemperaturen, energiebewusstes Bauen und stromsparende Elektrogeräte könnten in Summe beträchtliche Unterschiede bewirken, wie etwa die flächendeckende Umstellung auf Energiesparlampen in der EU elf Großkraftwerke überflüssig machen würde. Wichtiger noch sei jedoch die Signalfunktion dieses Tuns. “Man zeigt damit der Politik, dass man mit dem Klimaschutz einverstanden ist. Denn die Maßnahmen werden uns persönlich betreffen.”
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Klientenbestimmte Psychotherapie rettet Beziehung
1.12.2009 von admin.
Expertin: Klient muss herausfinden, was er wirklich will
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Washington DC - Vier einfache Fragen können entscheidend dafür sein, dass eine Paarbeziehung trotz Problemen immer noch eine solche bleibt. Mit Hilfe des Instruments namens Klienten-Feedback-System ist es Pärchen gelungen, Wunden ihrer Beziehungen besser zu heilen. An der Studie mit 205 Paaren haben Forscher der University of Rhode Island http://www.uri.edu und dem Vestfold Family Center in Norwegen gearbeitet.
Bei der Untersuchung von Oktober 2005 bis Dezember 2007 handelt es sich um die bisher größte klinische Studie an Paaren. Nach Angaben der Studienleiterin Jacqueline Sparks, Professorin für Human Development and Family Studies blieben jene, die mit dem Feedback System behandelt wurden - dabei wird vor jeder Beratung der Wohlfühlfaktor auf einer visuellen Graphik dargestellt - um 46 Prozent eher zusammen, als jene, die das nicht machten. Die Paare hatten typische Beziehungsprobleme, die von Kommunikationsstörungen über Untreue bis hin zu psychischen Problemen reichten. Die Hälfte wurde nach dem Feedback-System behandelt.
Eigenverantwortlichkeit entdecken
Vor Beginn der Behandlung wurden die Klienten nach ihrem Wohlfühlfaktor in den vier Kategorien, individuell, zwischenmenschlich, sozial und global gefragt. “Das hat zunächst die Kommunikation mit dem Therapeuten erleichtert”, schreibt die Forscherin. “Wenn die Klienten glauben, dass sie selbst und nicht der Therapeut für eventuelle Änderungen in der Beziehung verantwortlich sind, waren die Resultate ungleich besser”, erklärt Sparks.
“Bei jeder Psychotherapie ist es sehr wichtig, die Eigenverantwortlichkeit des Klienten hervorzuheben”, so die klinische Psychologin Caroline Erb von Parship http://www.parship.at im pressetext-Interview. Die Arbeit an der Beziehung liege immer beim Klienten selbst. Es sei daher extrem wichtig, dem Klienten zu zeigen, dass er selbst die Fäden in der Hand halte. “Der Therapeut hat hier die Rolle eines Begleiters.”
Therapeut wirkt als Begleiter
“Klienten die sich vom Therapeuten Tipps und Rezepte zur Lösung der Eheprobleme erwarten, liegen falsch. Jeder ist für sein Handeln selbst verantwortlich und muss auch die Arbeit in der Beziehung selbst leisten”, so Erb. Es gehe im Prinzip darum, dass jeder Klient herausfinden sollte, was er wirklich will.
In vielen Therapien wird der Klient passiv und erwartet sich vom Therapeuten die Wunderlösung, berichtet Sparks. Sollte sich dann etwas ändern, werde das dem Therapeuten zugerechnet. Das Ergebnis führe allerdings oft zu einer Abhängigkeit zwischen dem Klienten und dem Therapeuten, die nach Beendigung der Therapie wieder zum Verlust der Realität führt.
Die Studienteilnehmer wurden sechs Monate nach Beendigung der Therapie erneut befragt. Nur 18,4 Prozent jener, die mit dem Feedback-System behandelt wurden, trennten sich. Bei der anderen Kontrollgruppe waren es 34,2 Prozent.
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Psychiatrie: Zwang ist gesetzeswidrig
1.12.2009 von admin.
Zwangsmaßnahmen und Stigma verlängern psychische Leiden
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Berlin - Die Anwendung von Zwang in der Einweisung oder Behandlung psychisch Kranker dürfte es laut geltendem Gesetz gar nicht mehr geben. Das betont Ruth Fricke vom Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener (BPE e.V.) http://www.bpe-online.de im pressetext-Interview, anlässlich der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde http://www.dgppn.de in Berlin. Zwangsanwendung würde die Genesung psychisch Kranker verzögern, ebenso wie ihre starke Behaftung mit Vorurteilen, zu der die Medien und die fehlende Vergangenheitsbewältigung wesentlich beitragen würden.
“Zwangsmaßnahmen sorgen dafür, dass psychische Leiden chronisch werden”, so Fricke. Menschen, die sich etwa infolge von Mobbing oder einer Scheidung in einem psychischen Ausnahmezustand wie in einer Depression oder Psychose befinden, suchen mitunter freiwillig in psychiatrischen Kliniken um Hilfe. “Man verabreicht Patienten Medikamente, die sie vielleicht nicht wollen, und behandelt sie im Falle einer Verweigerung als uneinsichtig. Infolge wird ein Richter gerufen, der Zwangsmaßnahmen wie etwa das Anbinden ans Bett anordnet.” Das vertiefe die bestehende Verletzung anstatt zu heilen und mache ein Vertrauensverhältnis zu Ärzten schwer, was auch durch die Abholung von Zuhause per Polizei oder Feuerwehr der Fall sei.
Gesetz unter Psychiatern kaum bekannt
Wenngleich diese Vorgangsweise in vielen psychiatrischen Anstalten zum Alltag gehört, widerspricht sie dem aktuell gültigen Recht. “Seit März dieses Jahres ist in Deutschland die Behindertenkonvention der UNO in Kraft, die Zwangseinweisungen und -behandlungen verbietet”, so Fricke. Das Erstaunen der am Kongress anwesenden Psychiater über diese Feststellung habe gezeigt, dass dieses Wissen noch nicht einmal in der Medizin angelangt ist. “Patienten wissen dies erst recht nicht, zudem haben sie kaum Kraft und Mittel, um den Klageweg zu beschreiten.”
Dass es Alternativen gibt, zeige das Beispiel der Westfälischen Klinik Gütersloh. Durch die Errichtung einer Wohnküche, eines Ruhe- und Schutzraums sowie eines Bezugspersonensystems wurde mit gleichem Geld und Personeneinsatz eine Psychiatrie der offenen Tür verwirklicht. “Die Patienten fühlen sich wohl und kommen freiwillig. Das senkt Zwangseinweisungen und andere Extremzustände, wodurch das Personal mehr Zeit für die Patienten hat.” Wenig sinnvoll seien übertriebene Maßnahmen der Qualitätssicherung in den Kliniken. “Zwar ist es notwendig, Zwangsmaßnahmen zu dokumentieren, so lange es sie noch gibt. Qualität kann jedoch nur gesteigert werden, wenn so viel Zeit wie möglich beim Patienten verbracht wird.”
Medien schüren Vorurteile
Zusätzlich zum Zwang trägt auch die gesellschaftliche Ausgrenzung dazu bei, dass das Leiden von Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung chronisch wird. “Das Stigma ist die schlimmste Barriere, der psychisch Kranke derzeit ausgesetzt sind”, so Fricke. Eine der Ursachen für dessen Fortbestehen sei die fehlende Aufarbeitung der Praktiken des NS-Regimes, das psychisch Kranke massenweise ermordete und an ihnen Tötungsformen für die späteren Konzentrationslagern erprobte. “Wäre das im Bewusstsein der Leute, würden sie vorsichtiger mit psychisch Kranken umgehen”, so Fricke.
Weiters würden auch die Medien Mitschuld tragen, dass beim Begriff “Psychiatrie” in vielen Köpfen Bilder von Massenmördern und Kinderschändern spuken. “Nach einem tragischen Ereignis wie einem Amoklauf liest man meist, der Täter sei in die Psychiatrie eingewiesen worden. Richtig wäre vielmehr, dass die Einlieferung in eine forensische Klinik oder Maßregelungsanstalt erfolgte, was Knast mit Therapie bedeutet.”
Frühpension mit 35 Jahren
Die Folgen der auf diese Weise verstärkten Vorurteile sind einerseits erhebliche Standortprobleme für psychiatrische Kliniken. Andererseits seien die meisten ehemaligen Psychiatrie-Patienten Mobbing und Schwierigkeiten am primären Arbeitsmarkt ausgesetzt, die bis hin zur Frührente mit 35 Jahren trotz Vollbesitz kognitiver Fähigkeiten reichen können. Oft würden Krankheiten wie Depressionen oder Psychose zudem mit geistiger Behinderung gleichgesetzt. “Es wäre wichtig, für diese Gruppe Mobbing-freie Arbeitsplätze zu finden. Das ist jedoch angesichts der Ellenbogen-Mentalität, die durch die Krise nur noch zugenommen hat, sehr schwierig”, so Fricke.
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Vertrauliche Daten perfekt versteckt
1.12.2009 von admin.
Steganografie-Lösung selbst in Windows getarnt
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St. Pölten - Forscher an der Fachhochschule (FH) St. Pölten http://www.fh-stpoelten.ac.at haben eine Steganografie-Lösung entwickelt, mit der unter Windows ganze Dateisysteme in bestehenden Mediendateien versteckt werden können. Die Umsetzung ist dabei so erfolgt, dass auch die Software selbst im Betriebssystem praktisch unauffindbar bleibt. Nach Ansicht der Informatiker macht das ihre Lösung zur ersten wirklich praktikablen Steganografie-Umsetzung für Windows in Europa.
Das genutzte Konzept zum Schutz vertraulicher Daten ist bekannt und wurde beispielsweise vom Frankfurter Unternehmen Steganos http://www.steganos.com schon kommerziell umgesetzt. “Wir gehen davon aus, dass Unternehmen und Personen, die etwas verstecken möchten, auch diese Absicht verbergen wollen”, betont aber Ernst Piller, Leiter des Instituts für IT-Sicherheit der FH St. Pölten, auf Nachfrage von pressetext. Ein denkbares Einsatzgebiet ist etwa der Schutz von Daten in Ländern, wo herkömmliche Kryptografie verboten ist.
Versteckter Verstecker
Das St. Pöltner Team hat auf eine verborgene Integration der Steganografie-Lösung ins Betriebssystem gesetzt. “Unsere Software ist am PC so gut versteckt, dass mit herkömmlichen forensischen Analysen keine ausreichenden Spuren zu finden sind”, meint Piller. Das sei auch der wesentliche Unterschied beispielsweise zur Privacy Suite von Steganos. Letzter enthalte zwar eine Steganografie-Komponente, jedoch als Teil einer offensichtlichen Anwendungssoftware.
Das zu Grunde liegende Funktionsprinzip ist das gleiche wie bei den Deutschen. Die geheim zu haltenden Daten werden in Bild-, Musik- oder Videodateien versteckt. Bei der eigenen Lösung werden laut Piller weder Größe noch andere Parameter der sichtbaren Dateien messbar verändert. “Die Einbettung hält bekannten Analyse-Tools problemlos stand. Auch IT-Forensiker finden keine Spuren”, ist der Informatiker überzeugt.
Anwendungspotenzial
In der perfekten Tarnung von Daten orten die St. Pöltner viele potenzielle Vorteile. Eine Verschlüsselung sichtbarer Dateien sei eine Herausforderung für Hacker, während die getarnte Einbettung keinen Hinweis auf ein lohnendes Ziel biete. In Ländern, wo Kryptografie verboten ist, könnte der Ansatz zum Schutz vertraulicher Daten zum Einsatz kommen. “In der westlichen Welt geht man vom Recht aus, persönliche Daten schützen zu dürfen. Das sieht auch die UNO Menschenrechtskonvention so vor”, sagt Piller. In Hinblick auf die Frage, ob ein solcher Einsatz denn im jeweiligen Land rechtens ist, betont er, dass Steganografie nicht notwendiger Weise ebenfalls verboten sei.
Risiken
“Wir wissen selbstverständlich, dass die Ambivalenz der Steganografie eine große Herausforderung darstellt, weil sie sowohl im Positiven wirksame Möglichkeiten bieten kann, aber andererseits auch für die Sicherheit eine Gefahr darstellen kann”, meint Piller. Ein Missbrauchsrisiko bestehe beispielsweise im Bereich der Wirtschaftsspionage oder im organisierten Verbrechen.
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die neue Steganografie-Lösung im Rahmen des Projekts StegIT entstanden ist. Dieses legt seinen Schwerpunkt eher auf die Abwehr krimineller steganografischer Angriffe - doch ist Piller zufolge das Know-how im Bereich effizienter Lösungen Voraussetzung für effektive Arbeit im Bereich potenzieller Abwehrmethoden.
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Forscher arbeiten an neuartiger Algenbatterie
1.12.2009 von admin.
Neuer Batterietyp ist dünn wie ein Blatt Papier
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Uppsala - Eine Grußkarte, die sich selbst mit Strom versorgt - das ist lediglich eine Anwendungsmöglichkeit eines neuartigen Batterietyps, an dem Forscher der Uppsala Universität in Schweden http://www.uu.se arbeiten, berichtet LiveScience.
Tatsächlich sollen die neuen Energiespeicher vielfältige Vorteile bringen: Sie sollen umweltverträglich, langlebig und nicht zuletzt platzsparend sein. Der Schlüssel hinter der Technologie ist eine spezielle Art von Zellulose, die von der weit verbreiteten Cladophora-Alge produziert wird und bislang eher dafür bekannt war, an Stränden üble Gerüche zu verursachen.
Umweltfreundliche Batterien ohne Metall
Seit längerem arbeiten Forscher weltweit an der Entwicklung von dünnen, flexiblen, leichten, günstigen und umweltfreundlichen Batterien, die ohne Metall auskommen. Leitende Polymere sind eines der vielversprechendsten Materialen dafür. Bislang gab es jedoch einen entscheidenden Nachteil: Die Fähigkeit, eine Ladung zu speichern, nahm mit dem Gebrauch deutlich ab.
Zellulose als Schlüssel
Die spezielle Zellulose, die von der Alge erzeugt wird, könnte der Schlüssel zu der neuen Technologie sein. Sie weist eine 100-mal größere Oberfläche auf als die Zellulose in Papier und eignet sich dadurch besser als Träger für die leitenden Polymere. Entsprechende Batterien sollen sich besser wiederaufladen lassen und die Ladung länger halten.
Man habe lange versucht, Algen konstruktiv zu nutzen, so Forscherin Maria Stromme von der Universität in Uppsala. Nun scheint es, als hätte man so eine Anwendungsmöglichkeit gefunden. Die neuartigen Batterien sollen nicht nur einfach herzustellen sein, sondern auch technisch mit herkömmlichen Lithium-Batterien konkurrieren können. Zudem können sie deutlich schneller als bisherige Akkus wiederaufgeladen werden und verlieren über die Zeit langsamer an Kapazität.
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