Archiv der Kategorie Banken

“Schweizer Bankgeheimnis begünstigt Wirtschaftskriminalität”

Entlassener Banker kritisiert Machenschaften in Steueroasen

Frankfurt am Main/Köln - Im Zuge der Ermittlungen deutscher Finanzbehörden nach Steuersündern, die Steueroasen in der Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg und Österreich nutzen, hat nun der Bankenmanager Rudolf Elmer beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Beschwerde gegen das Schweizer Bankenrecht eingelegt. Wie die Financial Times Deutschland heute, Donnerstag, berichtet, wirft der Finanzexperte dem Schweizer Bankenrecht eine “kriminelle Unterstützung für Wirtschaftskriminalität” vor. Steuerhinterziehung würde somit nicht nur im großen Stil begünstigt, sondern auch aktiv zu realisieren versucht. “Die Schweiz hat sich bereits seit der Nazizeit als logistisches Zentrum der internationalen Wirtschaftskriminalität etabliert. Von daher kann ich dieses Vorhaben nur gut heißen”, unterstreicht Werner Rügemer, Vorsitzender der Business Crime Control http://www.wirtschaftsverbrechen.de, gegenüber uns.

Elmer, der bis zu seiner Entlassung für die Privatbank Julius Bär http://www.juliusbaer.com im karibischen Steuerparadies der Kaimaninseln tätig war, verfügt eigenen Angaben nach über Daten zu 300 dort ansässigen Konten. Diese brisanten Informationen wolle er jedoch nicht veröffentlichen oder verkaufen. Ziel der Beschwerde seien somit nicht primär steuerflüchtende Privatleute oder Unternehmen als vielmehr das “Schweizer System des Bankgeheimnisses”. “Dieses System begünstigt die Organisation und Bereitstellung einer finanziellen Parallelstruktur. Durch anonyme Konten, undurchsichtige Treuhänder und nicht zuletzt durch die in die Kritik geratenen Stiftungen entzieht man sich der in anderen Rechtsstaaten gültigen Gesetze für den Finanzmarkt”, verdeutlicht Rügemer.

Finanzexperten nach gestaltet sich vor allem die Gesetzeslage, die es Zeugen in Rechtsfällen erlaubt, anonym zu bleiben, als eines der größten Probleme. “Wenn das Bankgeheimnis durch die Aussagen in Gefahr gebracht wird, bleiben Zeugen anonym. Dies bedeutet zwangsläufig, dass faire Verhandlungen nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich sind”, sagt Rügemer auf Nachfrage von uns. Laut dem Bericht könnte die von Elmer angestrebte Beschwerde auch angesichts der Ermittlungen der deutschen Behörden gegen Liechtenstein an Bedeutung gewinnen. Elmers Plänen nach sollen die Informationen über Steuerhinterziehungen bei Julius Bär, die über die Kaimaninseln abgewickelt wurden, dem Straßburger Gericht in Form von internen Protokollen und Beweisen über gefälschte Dokumente vorgelegt werden.

Diese Beweise sollen Elmer in seiner Argumentation stützen, dass Julius Bär wissentlich zur Steuerhinterziehung ermutigt habe. Zudem wirft der ehemalige Bankmanager den Schweizer Behörden vor, dass diese seine Menschenrechte und die seiner deutschen Frau und seines Kindes verletzt haben, indem sie die Teile des Bankengesetzes nutzten, die die Möglichkeit einer nicht-öffentlichen Gerichtsverhandlung einräumen. Unterdessen haben Schweizer Regierungsvertreter Elmers Leseart des Gesetzes zurückgewiesen. “Den Banken ist das Rechtsbrechen bewusst. Schließlich nutzen sie wissentlich die Möglichkeiten der über die Jahre entstandenen Steueroasen in Form einer kaskadenartigen Hintereinanderschaltung im Netzwerk aus”, so Rügemer. Nach Schätzungen der Deutschen Steuer-Gewerkschaft haben allein die deutschen Bundesbürger mittlerweile zwischen 300 und 400 Mrd. Euro im steuerbegünstigten Ausland angelegt - vor allem in der Schweiz, Liechtenstein und Luxemburg. (Ende)

Energieträger als Schutz vor E-Smog

Finanzkrise lässt Märkte ratlos zurück

“Turbulenzen nicht mit Weltwirtschaftskrise 1929 vergleichbar”

Kiel - Seit den ersten Anzeichen einer Schieflage der Finanzmärkte vor rund einem Jahr herrscht unter den Beteiligten hauptsächlich eines: Ratlosigkeit. Was ihren Ursprung in ungedeckten Krediten US-amerikanischer Immobilienfinanzierungen (Subprime-Hypotheken) nahm, hat sich zu einer globalen Finanzkrise ausgeweitet und droht auch die Realwirtschaften in eine weltweite Depression zu schicken. Experten sind sich über die konkreten Auswirkungen allerdings uneins. Während manche Wirtschaftsforscher die Konjunktur für stark genug halten, um die angespannte Lage zu durchtauchen, warnt unter anderem der IWF vor dem Horrorszenario einer neuen Weltwirtschaftskrise und der größten bevorstehenden Flaute seit der Depression in den 1930er Jahren.

„Die derzeit anhaltende Finanzkrise ist mit der Weltwirtschaftskrise 1929 nicht vergleichbar und nicht so stark ausgeprägt wie damals”, widerspricht Joachim Scheide, Leiter des Prognosezentrums beim Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel http://www.ifw-kiel.de. “Das Risiko, dass die Krise ähnliche Ausmaße wie in den 1930er Jahren annimmt, besteht nicht”, gibt der Experte Entwarnung. Damals habe sich die Weltwirtschaft in einer besonderen Situation befunden, weshalb der Vergleich zur derzeitigen Lage nicht standhalten würde, so der Wirtschaftsforscher im Gespräch.

Von vielen Seiten wird dennoch das Eingreifen des Staates bzw. der Politik gefordert, um die weiteren Folgen der Krise einzudämmen und neben Unternehmen hauptsächlich auch Arbeitnehmer und Verbraucher zu schützen. “Für diese Krise existiert keine Marktlösung”, zitiert die Wirtschaftswoche Nouriel Roubini, Wirtschaftsexperte an der New York University. Vor dem Hintergrund, dass in den USA allein im Februar rund 60.000 Arbeitsplätze abgebaut wurden, gewinnen die Rezessions-Prognosen für die US-Konjunktur an Bedeutung. “Die USA bewegen sich an der Grenze zum Abschwung. Schwerwiegendere Auswirkungen sind jedoch nicht zu befürchten”, meint Scheide gegenüber uns. In Deutschland bzw. dem Euro-Raum sei keine Rezession zu erwarten.

Die in dieser Woche bekannt gewordenen Bilanzzahlen von deutschen Finanzinstituten regen zur Besorgnis an und erhärten den Verdacht, dass die Finanzkrise der Realwirtschaft auch hierzulande zunehmend zusetzen wird. So schreibt etwa die Deutsche Bank zum ersten Mal seit fünf Jahren in ihrem Auftaktquartal Verluste “In Deutschland werden wir sicherlich eine restriktivere Kreditvergabe erleben. Die Credit Standards werden sich verschärfen. Dies wird sich natürlich auch auf die Realwirtschaft auswirken”, prognostiziert Scheide. Der Experte glaubt jedoch, dass eine restriktivere Vergabe von Darlehen die Wirtschaft nicht so massiv beeinträchtigen werde, als dass dies mit der Situation einer Weltwirtschaftskrise vergleichbar wäre.

“Die Weltwirtschaft und deren Wachstum werden sich nicht besonders, aber doch etwas abschwächen. In den USA wird der Abschwung im Vergleich deutlicher zu spüren sein. Die negativen Auswirkungen schlechter Wirtschaftsdaten aus den USA haben heute aber einen bedeutend geringeren Einfluss auf die restliche Welt als früher”, meint Christian Dreger, Konjunkturexperte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung http://www.diw.de, im Gespräch mit pressetext. Während der ehemalige Chef der US-Notenbank, Alan Greenspan, “von der schlimmsten Finanzkrise seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs” spricht, sieht sein Nachfolger, Ben Bernanke, die Lage nicht so dramatisch und verweist auf die Reaktionen der Zentralbanken, die Schlimmeres verhindert hätten. “Zu jener Zeit hätten Zentralbanken Zusammenbrüche von Geldinstituten, Preisverfall sowie das Schrumpfen der Geldmenge zugelassen”, so der Fed-Chef in einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen.

Weil sich die Banken jedoch untereinander kein Geld mehr leihen, da sie nicht wissen, wem die nächste Pleite droht, werden für die Unternehmen die Kredite knapp, heißt es in einem Bericht der Wirtschaftswoche. Die Finanzkrise habe sich längst zu einer tief greifenden Vertrauenskrise im globalen Finanzsektor entwickelt und drohe jetzt in einer Weltwirtschaftskrise zu münden. “Ein wesentlicher Faktor ist, dass die Krise nicht nur den Bereich Subprime betrifft. In der Investmentsparte der Banken ist das Misstrauen untereinander stark gestiegen”, bestätigt Johannes Mattner, Analyst der Raiffeisen Zentralbank http://www.rzb.at, im Interview das fehlende Vertrauen am Finanzmarkt. (Ende)
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Leben lernen

Panikattacken halten Finanzmärkte in Atem

Auch Zinssenkung kann Banken nicht beruhigen

Zürich - Obwohl die US-amerikanische Notenbank am Dienstag den Leitzinssatz von 3,0 auf 2,25 Prozent gesenkt hat, reißen die Panikattacken an den internationalen Finanzplätzen nicht ab. Auch wenn die Anleger den Handel daraufhin kurzfristig aufatmen ließen, brach der Dow Jones am Mittwoch erneut um 2,36 Prozent ein. Das positive Signal der amerikanischen Investmentbanken Goldman Sachs und Lehman Brothers, die in ihren Zahlen entgegen den Erwartungen trotz Gewinn-Halbierung mit zwei blauen Augen davongekommen sind, scheint angesichts der jüngsten Meldungen von Großbanken bereits wieder verpufft. So kündigt die Credit Suisse im ersten Quartal Verluste an, die Investmentsparte der UBS ist Thema von Übernahmegerüchten und die Halifax Bank of Scotland muss wegen angeblicher Liquiditätsengpässe Kursverluste von bis zu 20 Prozent wegstecken.
„Marktgerüchte werden von unserer Seite prinzipiell nicht kommentiert”, heißt es von UBS-Sprecherin Sabine Woessner im Gespräch. Der Hauptbestandteil der UBS, die Investmentsparte, soll Medienberichten zufolge aufgrund des Krisendebakels von der Schweizer Konkurrentin Credit Suisse übernommen werden, was für Analysten unvorstellbar erscheint. Bei einem Kurs unter 30 Franken sei die UBS ein eindeutiges Übernahmeziel, heißt es in einem Handelsblatt-Bericht. Eine Akquisition des Investmentsektors käme einer Existenzbedrohung des Hauses gleich. Die Credit Suisse selbst hat heute, Donnerstag, eine düstere Prognose für das laufende Quartal gegeben und die Zahlen für das Geschäftsjahr 2007 nach unten korrigiert.

Angesichts der schwierigen Marktlage im März geht die Schweizer Großbank nicht davon aus, das Quartal mit einem Gewinn abzuschließen, sondern rechnet mit Verlusten. Wertminderungen in Höhe von 2,86 Mrd. Franken (rund 1,82 Mrd. Euro) seien dafür ausschlaggebend. Dennoch liegt die Credit Suisse mit einer Marktkapitalisierung von 57,9 Mrd. Franken erstmals über der Bewertung der UBS mit 50,1 Mrd. Franken.

Weitere Übernahmegerüchte am Bankensektor liefert die Halifax Bank of Scotland (HBOS). Angebliche Liquiditätsengpässe verursachten erneut Panik bei den Anlegern, worauf der HBOS-Kurs um bis zu 20 Prozent nachließ und andere Finanztitel nach unten zog. Nun soll das Institut von der Lloyd’s Bank übernommen werden.

Auslöser der Spannungen in der “Woche der Wahrheit” war die Not-Übernahme der US-Investmentbank Bear Stearns durch JPMorgan Chase. Die von der Finanzkrise bisher unbeeindruckte Deutsche Bank will Medienberichten zufolge seither auch bei den Bewegungen am Bankenmarkt mitmischen. Dementsprechend sei am Wochenende eine Angebotslegung des deutschen Instituts an das US-amerikanische Traditionshaus erfolgt. (Ende)
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Bankkrisen gefährden die Gesundheit

Anzahl der Herzanfälle steigt jedes Mal signifikant

Cambridge - Sollten sich Krisen wie die der Hypothekenbank Northern Rock http://www.northernrock.co.uk auch bei anderen Geldinstituten in Großbritannien wiederholen, drohen tausende weitere Herzanfälle. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der University of Cambridge http://www.cam.ac.uk gekommen. Das Team um David Stuckler untersuchte, wie Bankkrisen die Gesundheit in den letzten 40 Jahren beeinflusst haben. Damit ist diese Studie eine der ersten, die den Zusammenhang zwischen diesen beiden Ereignissen untersucht. Traf eine Bankkrise ein westliches Land, stieg die Anzahl der Herzanfälle um 6,4 Prozent. Laut der in Globalization and Health http://www.globalizationandhealth.com veröffentlichten Untersuchung waren diese Zahlen in den Entwicklungsländern noch höher.

Die Wissenschaftler untersuchten eine Reihe von Ereignissen zwischen 1960 und 2002. Dazu gehörten auch der amerikanische Savings and Loan-Skandal aus dem Jahr 1985 und die schwedische Finanzkrise Anfang der neunziger Jahre. Anschließend wurden die Sterbezahlen der WHO http://www.who.int für diesen Zeitraum einbezogen. Die Herztode stiegen regelmäßig für einen kurzen Zeitraum bei jedem dieser Ereignisse an. Legt man diese Erkenntnisse auf Großbritannien um, so bedeuten weitere Krisen wie Northern Rock, dass es zu fünftausend weiteren tödlichen Herzanfällen kommen könnte. Ältere Menschen, die von vorne herein einem höheren Herzrisiko ausgesetzt sind, würden sich auch am ehesten durch die Bedrohung ihrer Ersparnisse gefährdet fühlen. Derzeit sterben laut BBC allein in Großbritannien rund 60.000 Menschen vorzeitig an einer kardiovaskulären Erkrankung.

In Ländern wie Indien könnte die Kombination eines schlechteren Regulierungssystems bei Banken und einer schlechteren Gesundheitsversorgung noch mehr Todesopfer fordern. Die Forscher halten einen Anstieg bis auf 26 Prozent für denkbar. Laut Stuckler legten diese Studienergebnisse nahe, dass bei einer Bankkrise mehr als nur finanzielle Faktoren berücksichtigt werden müssen. “Es geht nicht nur um das Geld.” Das Verhindern von Hysterie und Panik seien nicht nur für das Verhindern einer Bankkrise wichtig. Damit könnten potenziell auch Tausende Todesfälle verhindert werden. Es ist seit langem bekannt, dass Stress die Aktivität im Herzen erhöht. Der Blutfluss wird maximiert damit der Körper rasch reagieren kann. Welche genaue Rolle Stress bei der Entstehung einer Erkrankung spielt, ist derzeit noch nicht geklärt. (Ende)

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US-Immobilienmarkt steht vor neuem Crash

“Chancen für wirtschaftliche Rezession bei knapp 50 Prozent”
Hartford/New York - Der Präsident der Boston Federal Reserve, Eric Rosengren, hat dem Immobiliensektor für das Jahr 2008 Besorgnis erregende Prognosen gestellt. Seiner Meinung nach steht die schwerste Krise seit 50 Jahren bevor. Die Preise für Wohnimmobilien würden dieses Jahr noch schneller fallen, als im bereits von der Subprime-Krise gebeutelten Vorjahr, sollte die Wirtschaft stagnieren. Krisen im Hypothekensektor seien auch bisher mit gesamtwirtschaftlichen Problemen einhergegangen, begründet Rosengren seine Warnung vor einer möglichen Wiederholung des Szenarios. Eine Rezession will man derzeit zwar noch nicht explizit prognostizieren, dahingehende Befürchtungen sind dennoch spürbar. “Die Ängste vor einer Rezession in den USA sind absolut berechtigt”, unterstreicht RZB-Analyst Helge Rechberger auf unsere Anfrage.

Erste Auswirkungen der Rezessionsangst machten sich gestern, Dienstag, in drastischen Kursverlusten an der Wall Street bemerkbar. So stürzte die Aktie von Immobilienfinanzierer Countrywide Financial http://my.countrywide.com um minus 17,15 Prozent auf einen Wert von 6,33 Dollar. “Es ist nicht nur möglich, sondern mittlerweile sogar wahrscheinlich, dass der Absturz von Countrywide Financial nicht der letzte im Sektor bleibt”, meint Rechberger. Die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums wirke sich negativ auf das Privatkundengeschäft aus. “Der Immobiliensektor ist der eigentliche Urheber des Problems. Resultierend aus der Subprime-Krise des Vorjahres stellten die Banken auf eine wesentlich restriktivere Kreditvergabe mit schlechteren Konditionen für Privatkunden um. Die wirtschaftlichen Probleme in den USA sind vom Immobiliensektor ausgegangen und demnach hausgemacht”, erklärt Rechberger.

Auch Rosengren betont, dass der Rückgang bei Investitionen in Wohnimmobilien auch das Risiko eines Rückgangs der gesamten Konjunktur erhöht. Die Subprime-Krise des Vorjahres sei in einem gesamtwirtschaftlich gesunden Umfeld geschehen. Sollte nun auch die Konjunktur Schwächen zeigen, würde dies den Preisverfall beschleunigen. Der amerikanische Arbeitsmarkt gilt derzeit zwar als relativ stabil, dennoch stieg die Arbeitslosenquote von 4,7 auf 5,0 Prozent. “Die schlechten Arbeitsmarktdaten und die hohe Inflation bringen uns zu der Ansicht, dass die Chancen für eine wirtschaftliche Rezession in den USA bereits bei knapp 50 Prozent liegen”, sagt Rechberger im pressetext-Gespräch. Manuel Haglmüller

Geldanlage: Investoren vertrauen zu oft auf Bauchgefühl

Wissenschaftliches Regelwerk räumt mit Irrglauben auf

Chemnitz - Anleger sollten vor dem Hintergrund der Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten ihr Handeln überdenken. Übereiltes, rein profitorientiertes Agieren bringt genauso wenig Vorteile wie beim Kauf von Finanzprodukten dem aktuellen Modetrend nachzueifern. Zu diesem Ergebnis kommt Friedrich Thießen, Inhaber der Professur Finanzwirtschaft und Bankbetriebslehre an der TU Chemnitz http://www.tu-chemnitz.de in seinem Regelwerk für eine effiziente Geldanlage. Obwohl viele Anleger zu einem gewissen Teil das Bauchgefühl entscheiden lassen, sollten diesem bestimmte Faustregeln zugrunde liegen.

„Der Hintergrund für die Aufstellung der Regeln ist nicht primär die Finanzkrise an den internationalen Märkten. Vielmehr haben sich die Anlage-Produkte in den vergangenen Jahren verändert und führten dazu, dass mittlerweile immer stärker auf das Bauchgefühl unerfahrener Investoren abgezielt wird”, sagt Thießen im Gespräch. So will der Fachmann mit seinem Regelwerk darauf hinweisen, dass auch Finanzprodukte nie davor gefeit sind, trendbezogen auf aktuelle Marktstimmungen getrimmt zu werden. Laut Thießen kämen Ökolux-Zertifikate immer dann auf den Markt, wenn in der öffentlichen Diskussion Ökologie-Themen dominieren. “Genauso boomen China-Fonds immer dann, wenn über Ostasien geredet wird”, unterstreicht der Finanzexperte. Überteuerte Kostennachteile seien somit stets Risiken für Anleger.

Zudem sollte nur dann ein Investmentprodukt in das Portfolio integriert werden, wenn es vom potenziellen Käufer vollständig verstanden wurde. “Unerfahrene Anleger müssen sich in der heutigen Zeit der schier unüberschaubar gewordenen Produktvielfalt mehr denn je genauestens informieren, da häufig versteckte Kosten und Risiken immer dort eingebaut sind, wo der Kunde erfahrungsgemäß nicht weiter recherchiert. Ein weiteres Problem liegt darin, dass sich die Masse der Anleger häufig wie Lemminge verhält und blindlings einer Welle nacheifert”, meint hingegen Jörg Urlaub, Alleinvorstand des Finanzdienstleisters Incam http://www.incam.de, auf Nachfrage von pressetext. Dem Vermögensverwalter zufolge seien langfristige Investments stets zielführend. Übereiltes Handeln sollte daher im Zweifel einer langfristigen Strategie mit geringen Renditen vorgezogen werden, argumentiert Thießen.

“Um wenigstens die durchschnittliche Marktrendite zu verdienen, dürfen Anleger nicht laufend kaufen und verkaufen, denn die Marktrendite wird vor Transaktionskosten berechnet”, unterstreicht Thießen gegenüber uns. Auch gibt der Lehrstuhlinhaber zu bedenken, dass viele Zertifikate mit Preisen oder Kursen um 100 Euro werben, Anleger jedoch allen angepriesenen Vorteilen zu leicht Glauben schenken. Oft kostet ein Produkt zwar 100 Euro, sei im Nachhinein aber nur 95 Euro wert. Ebenso aufmerksam sollten Anleger bei Produkten sein, die das Argument der Risikominderung in den Vordergrund stellen. So würden Verwaltungsgebühren der Fondsanbieter häufig den erzielten Gewinn auffressen.

Laut dem Experten verheddern sich Investoren aber auch viel zu oft in Produkten, die ihnen komplexe Strategien versprechen und nur selten eine Beteiligung am Marktwachstum bei zeitgleicher Kapitalsicherung realisieren. Thießen rät, dass sich Anleger ihre Ziele genau überlegen müssen, um dann die einfachsten Produkte wie Aktien, Anleihen oder Einlagen zu nutzen. Beachtet werden sollte zudem, dass Anleger bei Indexprodukten vorrangig auf bewährte Indizes wie Dow Jones, DAX, Stoxx oder Rex vertrauen sollten. Neue, unbekannte Indizes bergen laut Thießen und Urlaub immer die Gefahr einer Manipulation. Florian Fügemann

Geldanlage: Investoren vertrauen zu oft auf Bauchgefühl

Wissenschaftliches Regelwerk räumt mit Irrglauben auf

Chemnitz - Anleger sollten vor dem Hintergrund der Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten ihr Handeln überdenken. Übereiltes, rein profitorientiertes Agieren bringt genauso wenig Vorteile wie beim Kauf von Finanzprodukten dem aktuellen Modetrend nachzueifern. Zu diesem Ergebnis kommt Friedrich Thießen, Inhaber der Professur Finanzwirtschaft und Bankbetriebslehre an der TU Chemnitz http://www.tu-chemnitz.de in seinem Regelwerk für eine effiziente Geldanlage. Obwohl viele Anleger zu einem gewissen Teil das Bauchgefühl entscheiden lassen, sollten diesem bestimmte Faustregeln zugrunde liegen.

„Der Hintergrund für die Aufstellung der Regeln ist nicht primär die Finanzkrise an den internationalen Märkten. Vielmehr haben sich die Anlage-Produkte in den vergangenen Jahren verändert und führten dazu, dass mittlerweile immer stärker auf das Bauchgefühl unerfahrener Investoren abgezielt wird”, sagt Thießen im Gespräch. So will der Fachmann mit seinem Regelwerk darauf hinweisen, dass auch Finanzprodukte nie davor gefeit sind, trendbezogen auf aktuelle Marktstimmungen getrimmt zu werden. Laut Thießen kämen Ökolux-Zertifikate immer dann auf den Markt, wenn in der öffentlichen Diskussion Ökologie-Themen dominieren. “Genauso boomen China-Fonds immer dann, wenn über Ostasien geredet wird”, unterstreicht der Finanzexperte. Überteuerte Kostennachteile seien somit stets Risiken für Anleger.

Zudem sollte nur dann ein Investmentprodukt in das Portfolio integriert werden, wenn es vom potenziellen Käufer vollständig verstanden wurde. “Unerfahrene Anleger müssen sich in der heutigen Zeit der schier unüberschaubar gewordenen Produktvielfalt mehr denn je genauestens informieren, da häufig versteckte Kosten und Risiken immer dort eingebaut sind, wo der Kunde erfahrungsgemäß nicht weiter recherchiert. Ein weiteres Problem liegt darin, dass sich die Masse der Anleger häufig wie Lemminge verhält und blindlings einer Welle nacheifert”, meint hingegen Jörg Urlaub, Alleinvorstand des Finanzdienstleisters Incam http://www.incam.de, auf Nachfrage von pressetext. Dem Vermögensverwalter zufolge seien langfristige Investments stets zielführend. Übereiltes Handeln sollte daher im Zweifel einer langfristigen Strategie mit geringen Renditen vorgezogen werden, argumentiert Thießen.

“Um wenigstens die durchschnittliche Marktrendite zu verdienen, dürfen Anleger nicht laufend kaufen und verkaufen, denn die Marktrendite wird vor Transaktionskosten berechnet”, unterstreicht Thießen gegenüber uns. Auch gibt der Lehrstuhlinhaber zu bedenken, dass viele Zertifikate mit Preisen oder Kursen um 100 Euro werben, Anleger jedoch allen angepriesenen Vorteilen zu leicht Glauben schenken. Oft kostet ein Produkt zwar 100 Euro, sei im Nachhinein aber nur 95 Euro wert. Ebenso aufmerksam sollten Anleger bei Produkten sein, die das Argument der Risikominderung in den Vordergrund stellen. So würden Verwaltungsgebühren der Fondsanbieter häufig den erzielten Gewinn auffressen.

Laut dem Experten verheddern sich Investoren aber auch viel zu oft in Produkten, die ihnen komplexe Strategien versprechen und nur selten eine Beteiligung am Marktwachstum bei zeitgleicher Kapitalsicherung realisieren. Thießen rät, dass sich Anleger ihre Ziele genau überlegen müssen, um dann die einfachsten Produkte wie Aktien, Anleihen oder Einlagen zu nutzen. Beachtet werden sollte zudem, dass Anleger bei Indexprodukten vorrangig auf bewährte Indizes wie Dow Jones, DAX, Stoxx oder Rex vertrauen sollten. Neue, unbekannte Indizes bergen laut Thießen und Urlaub immer die Gefahr einer Manipulation. Florian Fügemann

Revolution in der Baufinanzierung beginnt - 50-prozentige Kostensenkung

Darlehen das sich selbst zurückzahlt

Wien - Die gesamte Innovation des Finanzdienstleistungssektors lag bis dato in der Vermehrung von Vermögen, der Erfindergeist scheint dabei unerschöpflich. Völlig ignoriert wurde allerdings bisher der Kreditsektor. Die Möglichkeit, in kurzer Zeit das Vermögen um 50% zu vermehren, ist unter den Marktteilnehmern eine realistische Zielvorstellung, die Schulden hingegen in kurzer Zeit um 50% und mehr zu verringern, dazu fehlt vielen (noch) die Phantasie - Ihre Schulden möchten wir haben.

Aktives Kreditmanagement

In Österreich schon über Jahrzehnte erprobt und in Deutschland noch relativ unbekannt, ist die innovative Baufinanzierung in Form eines endfälligen Fremdwährungsdarlehens. Damit werden die Kosten (v.a. in Deutschland) um rd. 40% gesenkt ( http://www.powerhyp.de/finanzierung-2-powerhyp.php ) - durch ein aktives Kreditmanagement können die Kosten aber noch weit deutlicher gesenkt werden. Dies wirkt sich besonders deutlich auf eine Reduzierung der Kreditlaufzeit aus - von rd. 39 Jahre auf 15 Jahre. Die Laufzeit der in Deutschland üblichen Standardfinanzierung mit 1% Tilgung beträgt nämlich rd. 39 Jahre, eine innovative Powerhyp-Fremdwährungsfinanzierung verkürzt diese auf rd. 21 Jahre, welche nun durch aktives Kreditmanagement um weitere 6 Jahre auf rd. 15 Jahre verkürzt werden kann.

Darlehen das sich selbst zurückzahlt

Die Bank gewährt Ihnen ein Baudarlehen in Euro und hofft von Ihnen möglichst lange (hohe) Zinsen abschöpfen zu können. Während Sie brav Ihre Zinsen bezahlen, arbeitet die Bank mit Ihrem Geld. Das Treasury (die Kreditabteilung der Bank) analysiert und beobachtet den Devisen- und Zinsmarkt 24 Stunden und nutzt die Chancen innerhalb der Hauptwährungen (EUR, CHF, Yen und USD). Durch günstigere Zinsen und Währungsabsicherung und dem Wechsel in die “richtige” Währung entsteht ein erheblicher Mehrwert. Nahezu in jeder Bank ist das Treasury die “cash cow” (Wikepedia: Goldesel).

Dem Privaten aber auch so manchen Unternehmen völlig unbekannt ist, dass ihr Darlehen bei der Bank im Hintergrund laufend erhebliche Geldbeträge erwirtschaften kann. Durch die Liberalisierung des Marktes kann Powerhyp nunmehr einen direkten Zugang zu diesem lukrativen Geschäftsfeld anbieten. Durch professionelles Kreditmanagement wird Ihr Darlehen “veroptioniert” (Stillhaltergeschäft) und Sie kassieren Monat für Monat Optionsprämien. Diese Optionsprämien, die ein zusätzliches Einkommen für Sie darstellen, betragen konservativ gerechnet 2% pro Jahr - eine Baufinanzierung die sich selbst zurückzahlt.

Historische Performance

Die Erträge aus dem Stillhaltergeschäfte betragen im Durchschnitt 0,9 % pro Monat (im CHF zwischen 0,2 % und ca. 0,5 % und im YEN aufgrund höherer Volatilitäten zwischen 0,7 % und 1,7 %). In den meisten Monaten fallen diese Prämien ungekürzt an. In den seltensten Fällen muss “geliefert” werden, dies bedeutet eine Kürzung der Erträge. Das Nettoergebnis (Ertrag) setzt sich daher aus den bezogenen Prämien (12×0,9 %) minus den “Lieferkosten” zusammen. Die Nettoergebnisse entnehmen Sie bitte der nachfolgenden Ertragstabelle.

Jahr Ertrag (%)
2001 4,60
2002 11,20
2003 10,64
2004 11,90
2005 10,03
2006 9,07
2007 3,18

Weiterführende Informationen

Bisher konnten nur Großinvestoren die Vorteile eines aktiven Kreditmanagements nutzen, zumal diese Leistungen von den Banken - wenn überhaupt - meist erst ab einem Volumen von 500.000 Euro angeboten wurden. Wir erstellen Ihnen ein kostenloses Angebot für Neu- und Altschulden und bieten die Kreditbewirtschaftung nicht nur für Häuslbauer, sondern auch für Untenehmen, Kommunen und anderen Institutionen mit einem Kreditbudget an. Die staatlich konzessionierte Dienstleistung können wir in Deutschland, Österreich und Frankreich anbieten ( http://www.powerhyp.de/devisenmanagement.php ).

Ihre Schulden möchten wir haben - Wir freuen uns auf Ihre Nachricht bzw. Ihren Anruf

Moneyline Capital Partners GmbH & Co KEG
Graben 27/2/Top 19
A-1010 Wien
+43 1 212 60 91
Email: office@moneyline.at
Internet: http://www.powerhyp.de
Internet: http://www.moneyline.at

Die Moneyline Capital Partners GmbH ist ein durch die staatliche Finanzmarktaufsicht konzessioniertes Wertpapierdienstleistungsunternehmen. Die Geschäftsfelder sind innovative Finanzierung, Vorsorge und Veranlagung. (Ende)

Österreicher pfeifen auf Kreditkarten

Wien/London - Die Kreditkarte erfreut sich in Österreich offenbar keiner allzu großen Beliebtheit. Laut einer aktuellen Studie der britischen Lafferty Group http://www.lafferty.com besitzt nur knapp jeder dritte Österreicher (32 Prozent) eine Kreditkarte. Damit verfügt die Alpenrepublik über eine der geringsten Verbreitungsraten in Westeuropa und liegt nur geringfügig über dem Niveau der Wachstumsmärkte Osteuropas.

In der Slowakei etwa besaßen im vergangenen Jahr 28 Prozent der Einwohner eine Kreditkarte. In Russland sollen es Ende des laufenden Jahres immerhin 26 Prozent sein. In Zukunft droht Österreich in punkto Kreditkartenverbreitung sogar hinter die osteuropäischen Länder zurückzufallen. Während in Russland und der Slowakei Wachstumsraten von 80 bzw. 30 Prozent erwartet werden, rechnen die Experten von Lafferty in Österreich mit Zuwächsen von lediglich sieben Prozent.

Die Studie ortet allerdings auch positive Aspekte für die Kreditkartenanbieter. Nicht zuletzt angeheizt durch die Werbekampagnen des EURO-2008-Sponsors MasterCard sollen die via Kreditkarte geleisteten Ausgaben bis 2008 auf 8,3 Mrd. Euro steigen. Das bedeutet ein Plus von 14 Prozent gegenüber 2006. Allerdings nutzen die Österreicher die Kreditkarte vor allem für Bezahlvorgänge und weniger als Mittel zur Aufnahme eines Kredits. Um an Geld zu gelangen, greift der Österreicher eher auf private Bankkredite oder den Überziehungskredit zurück, so die Studienautoren. Hier seien die Zinsen deutlich niedriger.

“In dieser Umgebung ist es wenig überraschend, dass österreichische Banken sich beim Ausbau ihres Kreditkartengeschäfts eher nach Osten orientieren”, sagt Alison Smithie, Managerin von Laffertys World Cards Intelligence Database. Russland verbuche bei der Kreditaufnahme via Kreditkarte Zuwächse von mehr als 100 Prozent. Dennoch erwarten sich Anbieter auch in Österreich noch einiges Potenzial von der Kreditkarte. Europay Austria etwa will noch in diesem Herbst neben den bereits bestehenden MasterCard- und Maestro-Systemen auch Visa-Produkte für Privatkunden und Händler.

Auch Europay sieht allerdings die größten Zuwächse nicht im Kreditkartenbereich, sondern bei Maestro-Bankomatkarten. Hier habe sich die Zahl der Karten um 3,55 Prozent auf gut sieben Mio. Karten erhöht. Die Steigerungen seien auf den Trend zur Zweitkarte zurückzuführen. Den größten Aufschwung erlebte in Österreich aber der Quick-Service für kleine Geldbeträge. Im März ist laut Europay in diesem Bereich jede Sekunde eine Zahlung erfolgt. Trotzdem sieht das Unternehmen im Quick-Sektor noch Potenzial. “Die elektronische Geldbörse Quick wird in Österreich noch unterschätzt “, so Europay-Austria-Geschäftsführer Ewald Judt. (Redakteur: Jörn Brien)

Kostenfalle Girokonto: Kunden zahlen unnötig viel

Frankfurt am Main - Viele deutsche Bankkunden, die davon überzeugt sind, ein vermeintlich “kostenloses Girokonto” bei der Bank ihres Vertrauens zu besitzen, haben häufig keinen genauen Überblick über die Höhe der tatsächlich berechneten Kontoführungsgebühren. Zu diesem Schluss kommen Finanzexperten der Commerzbank http://www.commerzbank.de in ihrer heute, Dienstag, in Zusammenarbeit mit dem Marktforscher TNS Infratest http://www.tns-infratest.com präsentierten Studie. “Das vermeintlich ,kostenlose Girokonto’ wird von vielen Finanzdienstleistern zwar so beworben, dennoch fallen oftmals versteckte Kosten an”, erklärt der Commerzbank-Sprecher Stefan Roberg auf Nachfrage.
Im Detail gaben zwar zwei Drittel der Befragten an, sich in ihren Finanzangelegenheiten gut oder sehr gut auszukennen, dennoch haben nur rund 44 Prozent der analysierten Bankkunden ihre Bankgebühren auch tatsächlich im Blick. Obwohl nur 23 Prozent der Befragten - und hierbei vor allem junge Männer und Frauen im Alter zwischen 18 und 29 Jahren (42 Prozent) - ein kostenloses Girokonto besitzen, fallen bei rund 22 Prozent der Kunden nach eigenen Angaben versteckte Gebühren an. Diese treten immer dann zutage, wenn Überweisungen, Daueraufträge oder Lastschriften getätigt werden und häufig nicht im Gesamtpaket aller gängigen Girokonto-Leistungen beinhaltet sind.

“Aus diesem Grund sollten Interessenten, die beabsichtigen, sich ein kostenloses Girokonto zuzulegen, gezielt nach dem Angebotsspektrum der beinhalteten Leistungen nachfragen. Häufig sind solche Konten an bestimmte Nutzungsbedingungen wie beispielsweise regelmäßig eintreffende, monatliche Zahlungseingänge gebunden”, so Roberg. Aussagekräftig ist außerdem, dass 26 Prozent der Befragten keine Aussagen über die Höhe der zu zahlenden Bankgebühren machen konnten. Vor allem Hausfrauen (41 Prozent) und die 30- bis 49-Jährigen (32 Prozent) gaben an, nicht über ihre Kontoführungsgebühren Bescheid zu wissen. Verstärkt Ein-Personen-Haushalte (26 Prozent) und über 60-jährige Kunden (25 Prozent) befassen sich laut eigenen Angaben generell “nie” mit den Finanzen.

Vor diesem Hintergrund dürften Banken an der Unwissenheit und der Sorglosigkeit ihrer bereits bestehenden und potenziellen Girokonten-Kunden massiv verdienen, da sich nur vier Prozent der Befragten an überflüssigen Kontoführungsgebühren stören. Hierbei sind die Bankgebühren vor allem für Selbstständige und Freiberufler (zehn Prozent) ein Dorn im Auge. Trotz redlicher Angebote, die den Namen “kostenloses Girokonto” auch tatsächlich verdienen, gibt mehr als ein Drittel der Befragten mindestens 60 Euro im Jahr für solche Dienstleistungen aus, 20 Prozent zahlen sogar ab 120 Euro aufwärts. (Redakteur: Florian Fügemann)

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